Zuerst geht es dem Kanal an den Kragen

Zuerst geht es dem Kanal an den Kragen

Und wupp, sind die ersten Löcher ausgehoben: Die Trierer Firma Schnorpfeil hat mit den Arbeiten am Prümer Hahnplatz begonnen, nachdem sie zuvor in Ritz- und Bahnhofstraße zugange war. Dort ist man weitgehend fertig.

Prüm. Nach all den Verzögerungen und Umplanungen wegen nicht genehmigter Pflastersteine in den vergangenen Monaten (der TV berichtete) kann nun jeder sehen, was Sache ist: Am Hahnplatz wird gebaggert. Richtig tief. Der Umbau hat begonnen.
"Das ist einfach ein Zeichen, dass es weitergeht", sagt Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy. Darüber freut sie sich, stellt aber auch Belastungen in Aussicht: Denn zunächst müsse geschaut werden, was da so alles im Boden und im Argen liege. "Ich hoffe, dass die Leute nicht die Geduld verlieren. Das wird dauern und auch zu großen Behinderungen führen." Das sei nun eben so. "Aber es muss halt jetzt auch mal was passieren." Was so alles passiert, erzählt Maik Böhmer, der den Plan für den neuen Hahnplatz gemacht hat: Das erste tiefe Loch, das in den Platz gerissen wurde, gehe bis in sechs Meter Tiefe hinab. Dort liege die Haupt-Kanalleitung, und "die geht mitten über den Kreisverkehrsplatz. Die wird erst einmal saniert. Das wird schon ein bisschen umfangreicher sein und sicher vier Wochen dauern."
Auch die anderen Leitungen - Frischwasser, Gas, Strom - würden gemacht und erneuert, ebenso wie die Hausanschlüsse, wo nötig.
Am kommenden Montag soll dann der Fuhrweg gesperrt werden, der von der Kalvarienbergstraße hinunter auf den oberen Hahnplatz führt - denn dort sollen von nächster Woche an die Terrassen vor den Häusern abgerissen werden. Anfang September werde der Kreisverkehr dann gesperrt - und hoffentlich im Dezember wieder freigegeben, das sei das Ziel.
Maik Böhmer ist offensichtlich guter Stimmung. Die Atmosphäre an der Baustelle sei, auch dank des von Schnorpfeil eingesetzten Poliers, jetzt doch deutlich angenehmer als zu Beginn. Und auch das mit den Pflastersteinen scheint geregelt: "Die Kuh ist jetzt erst einmal vom Eis, es ist Frieden eingekehrt", sagt Maik Böhmer. "Ich hoffe, dass es so bleibt." fpl