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"Zuhören ist das Wichtigste"

"Zuhören ist das Wichtigste"

Seit 25 Jahren besuchen die Helferinnen des Krankenhaushilfsdienstes Patienten im Krankenhaus. Drei Frauen sind schon seit der Geburtsstunde des Dienstes mit dabei: Erika Reuter ist eine von ihnen.

Bitburg. Erika Reuter besucht jede Woche Patienten des Marienhaus Klinikums Eifel und schenkt diesen ihre Zeit. Manchmal erledigt sie dabei kleine Aufträge, kauft Kleidung oder Lebensmittel ein oder vermittelt zwischen Patienten und dem Krankenhauspersonal. Die meiste Zeit jedoch unterhält sie sich mit den Menschen. "Das Wichtigste bei unserer Arbeit ist das Zuhören", sagt sie. Wenn der Patient schlechte Nachrichten vom Arzt bekomme, dann müsse man gar nicht viel reden, sondern man müsse einfach nur da sein.
13 Frauen sind beim Hilfsdienst im Einsatz. Sie sind genau wie die Ärzte an die Schweigepflicht gebunden, damit die Patienten das notwendige Vertrauen aufbauen können.
Durch die Hilfe des CKH werden auch die Krankenschwestern entlastet, die auf großen Stationen nicht die Zeit aufbringen können, sich mit jedem Patienten ausgiebig zu unterhalten. Im Jahr 1991 hatte die damalige Oberin und Pflegedienstleiterin des Bitburger Krankenhauses, Schwester M. Assmann, das erkannt. Zusammen mit Reinhild Frevel, der damaligen Leiterin der Gruppe, wurde der CKH gegründet. Die Zielsetzung dabei war der humanitäre und caritative Einsatz zum Wohle der Patienten.
Damals waren noch 35 Frauen aktiv, heute sind es nur noch 13, darunter Adele Kraft, Marianne Schmitz und Erika Reuter, die sich schon seit dem Gründungsjahr engagieren. Der CKH sucht deshalb stets weitere Ehrenamtliche, die sich die Zeit nehmen, Patienten zu besuchen. Auch Männer sind willkommen, um sich mit männlichen Patienten zu unterhalten.
Auch wenn Erika Reuter sich schon seit 25 Jahren für den CKH engagiert, so besitzt sie immer noch den Elan weiterzumachen. "Nach all den Jahren macht es mir immer noch Spaß, andere Menschen zu besuchen, ihnen zuzuhören und zu helfen", sagt Reuter und ergänzt: "Wir brauchen kein Geld oder Geschenke, denn am schönsten ist der Dank der Menschen, nachdem man sie besucht hat." hs