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Zum öffentlichen Personennahverkehr in der Eifel

Kommentar : Am Bürger vorbei gefahren

Öffentlicher Nahverkehr wird erst attraktiv, wenn er den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird. Diese lassen sich aber nicht in Grenzen von Kommunen oder Linienbündel pressen. Denn auf dem Weg zum Arbeitsplatz, zum Arzt oder Supermarkt überqueren täglich Tausende in der Region die Ränder ihrer Landkreise oder Verbandsgemeinden.

Dies hat der Verkehrsverbund Trier bei seinen Planungen offenbar nicht hinreichend bedacht. Anders ist es nicht zu erklären, dass er die Angestellten der Arla im Regen stehen lässt, weil das Werk unglücklicherweise einen Kilometer zu weit östlich liegt. Oder die Verbindung der Orenhofener nach Trier kappt, weil die Gemeinde zufällig dem falschen Landkreis angehört.

Die Beispiele zeigen, was schieflaufen kann, wenn man die Planung Bürokraten überlässt und nicht den Busunternehmern, die sich in der Region auskennen.  Deren Pragmatismus und Erfahrungswerte hätten sicher geholfen, die Bürger dort abzuholen, wo sie warten, sie dorthin zu bringen, wo sie hinwollen, und dabei Tickets zu verkaufen. Stattdessen suchen die Planer des Verkehrsverbundes am grünen Tisch nach Lösungen. Und beweisen noch Unbeweglichkeit und Starrsinn, wenn sie an der Realität scheitern.

So bringt man die Bürger jedenfalls nicht zum Umsteigen.

c.altmayer@volksfreund.de