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Zur Eröffnung ein Tritt in die Pedale

Zur Eröffnung ein Tritt in die Pedale

Rund drei Dutzend Radfahrer haben sich in Seffern getroffen, um das neue Teilstück des Nimstalradwegs zu eröffnen und auszuprobieren. Darunter waren auch viele Vertreter der Verwaltung und Kommunalpolitik.

Seffern. Zwei Männer dürfen bei diesem Termin nicht fehlen. Der eine heißt Erdal Dogan aus Schönecken, pensionierter Arzt und Kommunalpolitiker. Der andere ist Johann Hoor, ehemaliger Ortsbürgermeister der Gemeinde Rittersdorf. Beide sind leidenschaftliche Radfahrer. Beide leben in Orten, die am Nimstalradweg liegen. Und beide haben ein Problem damit, dass zwischen diesen beiden Wohnorten eine Lücke ist beziehungsweise dass der Radweg dort nicht so verläuft, wie sie es gerne hätten: nämlich möglichst nahe an der Nims.
Seit Jahren setzen sie sich für den Lückenschluss ein. Und wie Josef Junk, Bürgermeister der VG Bitburger Land, erklärt, ist es zum Großteil das Verdienst dieser beiden Männer, dass diese Lücke nun kleiner geworden ist.
"Die beiden haben nie locker gelassen: Hoor hat von unten getrieben und Dogan von oben gedrückt", scherzt der Bürgermeister, der an diesem sonnigen Vormittag einen schönen Termin vor sich hat. Auch Junk fährt gerne Fahrrad und hat deshalb zu diesem Termin seinen Drahtesel mitgebracht. Und er ist nicht der Einzige. Rund 40 Gäste, darunter zahlreiche Vertreter der Verwaltung und der Kommunalpolitik, sind nach Seffern gekommen, um gemeinsam mit Junk das neue Stück des Nimstalradwegs zwischen Seffern und Bickendorf offiziell in Betrieb zu nehmen (der TV berichtete). Insgesamt 580 000 Euro sind in den 4800 Meter langen Abschnitt investiert worden. Die Hälfte dieser Strecke führt über bereits vorher vorhandene Wirtschaftswege, die restlichen 2400 Meter wurden neu angelegt.
Auch der Sefferner Ortsbürgermeister Gerd Hau ist dabei. Allerdings ohne Fahrrad. "Es hat lange Diskussionen gegeben", sagt er, "aber jetzt ist der Radweg endlich da." Er hoffe jedoch, dass Seffern zukünftig auch bei der Bewirtschaftung des Weges nicht im Stich gelassen werde. Schließlich habe seine Gemeinde finanziell schon genug Probleme. Und dann wünscht der Ortsbürgermeister den Radlern eine gute Fahrt.
Der förmliche Teil ist damit beendet. Zumindest in Seffern. In Bickendorf soll es dann weitergehen. Unter anderem mit einer Begrüßungsansprache des aus Mainz angereisten Referenten für Radwege und Straßenplanung, Klaus Noll. Doch bevor im Nachbarort warme Worte und kalte Getränke verteilt werden, muss auch Noll zunächst in die Pedale treten. Der Mann aus Mainz muss ja schließlich wissen, wovon er redet. uhe