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Zur geplatzten Fusion von Raiba Irrel und Volksbank Eifel

Kommentar : Chance vertan!

Der Zeitpunkt passte perfekt. Die Vorstände der Raiffeisenbank Irrel planen, sich in den Ruhestand zu verabschieden. Nachfolger müssten im Fall einer Fusion nicht gesucht werden. Hinzu kommt: Anhaltende Niedrigzinspolitik und wachsende Regulatorik machen es gerade den kleinen Instituten zunehmend schwer, sich am Markt zu behaupten.

Ansprüche der Kunden an spezialisierte Berater steigen, und Firmen fordern Kredite, für die eine kleine Bank erst mal genug Rücklagen haben muss. Und die Corona-Krise ist noch lange nicht durchgestanden. Kurzum: Ein starker Partner ist das Beste, was sich die Raiba wünschen kann. Das haben die Vorstände erkannt und es sich mit Gewissheit nicht leicht gemacht. Die Mitglieder aber haben eine emotionale Entscheidung getroffen – aus Angst, vielleicht auch aus Trotz, aber ohne jede Weitsicht. Hier wurde eine Chance verspielt.

d.dettmer@volksfreund.de