Bickendorfer Büdchen Zurück an der Theke

BICKENDORF · Der Start war gut, sehr gut sogar. Dann kam Corona. Und wie läuft es jetzt wieder im Bickendorfer Büdchen?

 Dietmar Tures (links) und Jens Bisenius haben mit ihrem Bickendorfer Büdchen die Pandemie bislang vergleichsweise gut überstanden.

Dietmar Tures (links) und Jens Bisenius haben mit ihrem Bickendorfer Büdchen die Pandemie bislang vergleichsweise gut überstanden.

Foto: uhe

(uhe) Wäre es nach ihm gegangen, dann stünde er jetzt in einer Nichtraucherkneipe. Doch damit habe er sich nicht durchsetzen können, sagt Dietmar Tures grinsend und blickt rüber zu Jens Bisenius, der gerade eine Zigarette in den Aschenbecher drückt. „Ich habe ihm gesagt: Wenn wir das machen, dann kommt keiner“, erklärt Bisenius, der sich längst in dieser Einschätzung bestätigt sieht. Denn der Laden läuft im Rahmen seiner Möglichkeiten seit Anfang an hervorragend. Ob das tatsächlich daran liegt, dass dort geraucht werden darf, oder aber daran, dass sich die Gäste dort so wohlfühlen, dass sie der Rauch nicht stört, ist schwer zu sagen. Zumal im Zuge der Pandemie eine moderne Lüftungsanlage im Bickendorfer Büdchen installiert wurde. „Wir hatten diese Investition damals vor der Eröffnung gescheut, weil wir ja nicht wussten, wie die Kneipe laufen wird“, sagt Tures, der angesichts dieser technischen Aufrüstung inzwischen ganz gut damit leben kann, als Nichtraucher in einer Raucherkneipe hinter dem Tresen zu stehen. „Man riecht wirklich kaum noch was“, sagt er.

Das eigentliche Problem war in den vergangenen beiden Jahren aber ohnehin ein ganz anderes: die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen. Seit der Eröffnung des Bickendorfer Büdchens vor knapp drei Jahren war die Kneipe den größten Teil der Zeit entweder geschlossen oder aber zumindest im Betrieb stark eingeschränkt. Doch so langsam normalisiert sich die Lage wieder. „Vor Corona hatten wir an sechs Tagen in der Woche geöffnet, momentan ist es nur von donnerstags bis samstags“, sagt Tures. Geplant sei aber, ab Mitte März wieder zu den alten Öffnungszeiten zurückzukehren.

Die beiden Betreiber freuen sich genau wie ihr Team auf die Rückkehr zur Normalität, wenngleich ihr Betrieb – wie sie sagen – die Einschränkungen der vergangenen beiden Jahre ganz gut verkraftet habe. „Wir können und wollen nicht klagen, zumal wir wissen, dass es einige Kollegen aus der Gastronomie deutlich härter erwischt hat“, meint Bisenius. Natürlich seien die ganzen Auflagen, Registrierungen und Kontrollen nervig, sagt er. Doch habe es diesbezüglich mit den Besuchern des Büdchens noch keine Komplikationen gegeben. „Die Leute haben akzeptiert, dass sie hier nur geimpft oder genesen reindürfen“, ergänzt Tures. Und auf die Einhaltung der Vorgaben werde auch sehr genau geachtet.

„Wir haben derzeit 60 Plätze und handhaben es so, dass man im Vorfeld einen Platz reservieren muss“, erklärt er. Das laufe meistens über WhatsApp oder Facebook und funktioniere ganz gut. Natürlich komme es auch hin und wieder mal vor, dass jemand vor der Tür stehe, der keinen Platz reserviert habe, sagt Bisenius. „Dann schauen wir, ob wir irgendwo noch einen Platz freihaben“, sagt Bisenius. „Wir schicken keinen weg, wenn es nicht sein muss.“

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort