Zurück zur Natur: Land fördert Quellen im Naturpark Südeifel

Zurück zur Natur: Land fördert Quellen im Naturpark Südeifel

Knapp 70 Prozent der Quellen im Naturpark Südeifel sind in schlechtem Zustand. Um die Situation zu verbessern, hat das rheinland-pfälzische Umweltministerium 90 000 Euro bewilligt. Erste Gespräche mit den Grundstückseigentümern sind bereits geführt worden.

Irrel. "Man glaubt gar nicht, wie viele Badewannen in der Eifel stehen", sagt Daniela Torgau, Geschäftsführerin des Naturparks Südeifel und lacht. Durch geschicktes Verlegen von Rohren nutzen Landwirte die sprudelnden Quellen gerne, um ihr Weidevieh zu tränken. Nachteilig ist, dass das Vieh den Boden zertrampelt und der Matsch das Wasser verunreinigt.
Daneben gibt es noch Überschüttungen durch Erdaushub, Grünabfälle und Müll. Außerdem verschmutzen Gülle, Silosickersaft und andere Einleitungen die Quellen.
Insgesamt gibt es 151 kartierte Quellen im Einzugsgebiet von Our und Irsen im Naturpark Südeifel. Etwa ein Drittel davon ist in einem naturnahen, also guten Zustand. Rund 30 Prozent sind mäßig, 40 Prozent stark geschädigt. Die Schäden sollen jetzt beseitigt werden. Dafür gibt das Land 90 000 Euro.
"Wir stimmen uns zurzeit mit den Eigentümern ab", sagt Daniela Torgau. Badewannen als Viehtränke soll es zukünftig nicht mehr geben. "Stattdessen wollen wir Weidepumpen an diesen Stellen installieren", erklärt Daniela Torgau. Der Standort der Tränke soll vom Brunnen getrennt werden. "Im Optimalfall ist die Quelle sogar ausgezäunt." Die Eigentümer stehen der Idee positiv gegenüber. Im kommenden Jahr soll es mit den ersten Arbeiten losgehen.
"Als Ursprung unserer Bäche und Flüsse kommt den Quellen eine ganz besondere Bedeutung zu. Die Wiederherstellung eines naturnahen Zustandes (…) ist von großer Bedeutung für den Erhalt und die Verbesserung der Wassergüte", sagt Umweltministerin Ulrike Höfken. sn