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Bildung: Zwei Brennpunkte und ein Bundespräsident

Bildung : Zwei Brennpunkte und ein Bundespräsident

Der Geschichtsverein Prümer Land stellt sein Jahresprogramm vor – eine bewährte Mischung aus Klassikern und Neuem.

Ob die kleinen lokalen Themen oder eher das große Ganze –  wenn es um Geschichte geht, ist alles wichtig und miteinander verbunden. Dieser Grundsatz findet sich seit jeher im Programm des Geschichtsvereins Prümer Land wieder. Auch in diesem Jahr hat sich daran nichts geändert. „Lokale wie globale Geschichte sollten gleichermaßen berücksichtigt werden – auch um zu zeigen, dass eben alles zusammenhängt“, sagt der Vorsitzende des Geschichtsvereins Volker Blindert. Gleich zur ersten Veranstaltung des Jahres werden besonders die Herzen aller Prümer höherschlagen – aus Neugierde und auch vor lauter Heimatgefühl. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Freitag, 22. Februar, wird um 19.30 Uhr im Casino der Kreissparkasse in Prüm Lars Blöck, Gebietsreferent der archäologischen Denkmalpflege am Landesmuseum Trier, die ersten Ergebnisse der archäologischen Grabungen auf dem Hahnplatz vorstellen. „Von der Kirche zur Burg – Ausgrabungen in der Reichsabtei Prüm“ lautet der Titel seines Vortrags. Blindert ist selber gespannt: „Wir haben bisher nur telefoniert, ich weiß selber noch nichts über die Ergebnisse der Untersuchungen und freue mich sehr auf den Abend.“

Kaum einen Monat später steht dann gleich der bereits erwähnte globale Blick im Mittelpunkt, wenn zum ersten „Brennpunkt Geschichte“ am Mittwoch, 20. März, um 19.30 Uhr ins Konvikt geladen wird. Carlo Masala hält dann unter dem Titel „Weltunordnung – die globalen Krisen und das Versagen des Westens“ einen Vortrag, bei dem unter anderem die jüngsten Entwicklungen der Weltpolitik durchleuchtet werden.

Nur knapp eine Woche später folgt der zweite „Brennpunkt Geschichte“ mit einem Vortrag von Horst Teltschik. Ebenfalls im Konvikt wird er am Freitag, 29. März, über „Russisches Roulette: Vom Kalten Krieg zum Kalten Frieden“ reden.

Am Freitag, 10. Mai, pflegen die Lokalhistoriker einmal mehr ihre Passion fürs Humoristische. Bei einem Kabarett-Abend mit Sebastian Schnoy zum Thema „Und plötzlich Demokratie“ darf im Schönecker Forum im Flecken ausgiebig mitgedacht und -gelacht werden.

Nur fünf Tage später spricht Wolfgang Benz am Mittwoch, 15. Mai, dann schon wieder in der Aula des Regino-Gymnasiums über „Im Widerstand – Größe und Scheitern der Opposition gegen Hitler“. Der Abend wird gemeinsam mit der Schule und dem Verein der Ehemaligen und Freunde des Regino-Gymnasiums ausgerichtet.

Sehr oft wird im Jahresprogramm über den Tellerrand geblickt, doch einer der Höhepunkte befasst sich mit einem lokalen Thema: der Explosionskatastrophe auf dem Kalvarienberg vor 70 Jahren. Gemeinsam mit der Stadt Prüm gedenkt der Verein am Montag, 15. Juli, um 10.30 Uhr der Opfer und Verwüstung der Abteistadt.

„Schon vor zehn Jahren unterstützten wir die Stadt beim Gedenken zum 60. Jahrestag. Auch diesmal sind wir gerne mit dabei. Unter anderem wird eine überarbeitete Fassung von Erich Reichertz’ Film über die Ereignisse gezeigt“, sagt Blindert. Doch Moment, mindestens ein weiterer Höhepunkt wird sich im Programm wiederfinden. „Wir konnten verbindlich Alt-Bundespräsidenten Christian Wulff für einen Beitrag zum Brennpunkt Geschichte gewinnen. Die Zusage liegt vor, nur einen Termin müssen wir noch nachreichen“, sagt Blindert.

Das Jahresprogramm wird am Montag, 11. Februar, veröffentlicht. Es liegt dann in verschiedenen Prümer Geschäften aus und ist im Internet unter www.gvpl.de abrufbar.