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Zwei Eifelorte dürfen hoffen

Zwei Eifelorte dürfen hoffen

Burbach und Wallersheim sind ganz vorne mit dabei: Der Jugendhilfeausschuss des Eifelkreises Bitburg-Prüm hat die Erneuerung der Sportanlagen in den beiden Ortsgemeinden auf die Prioritätenliste für 2016 gesetzt. Sie haben damit eine Chance, vom Land gefördert zu werden. Geld, auf das beide angewiesen sind.

Bitburg/Burbach/Wallersheim. Sie kamen, sie sahen, und zwei Dörfer siegten. Sie sicherten sich zumindest die ersten beiden Plätze, wenn es nach dem Jugendhilfeausschuss des Kreises geht. Die Mitglieder haben ihre Sitzung am Montag mit einer Rundreise durch die Eifel begonnen. Und dann einstimmig die Erneuerung der Sportanlagen in Burbach (VG Bitburger Land) und Wallersheim (VG Prüm) auf die Prioritätenliste für 2016 gesetzt.
Diese Liste legt der Sportstättenbeirat jedes Jahr fest, der Jugendhilfeausschuss segnet die Vorschläge dann ab. Darin werden Projekte festgehalten, die für einen Landeszuschuss infrage kommen. Das Geld kommt aus dem Programm "Goldener Plan". Gefördert werden Projekte, deren Kosten 50 000 Euro übersteigen.
Auf der Prioritätenliste lediglich "formell festgehalten", wie Billen sagt, aber noch nicht am Zuge: ein neues Sportgebäude für Habscheid, ein Kunstrasenplatz für Irrel und die Sanierung des Bollendorfer Freibads. In allen Fällen stehen nämlich eine genaue Planung und Finanzierung noch aus. Die Gemeinden könnten im kommenden Jahr dann einen Antrag stellen, sagt Billen.
Höhere Zuwendung


Ausschussvorsitzender Michael Billen hat den Vorschlag zu Burbach, Platz eins auf der Liste, gemacht: "Wir ändern die geplante Zuwendung von 40 in 50 Prozent." Eine Ausnahme, aber Billen ist zuversichtlich: Bei der Förderung für den Kunstrasenplatz in Speicher habe man beim Land auch die 50 Prozent durchgesetzt. Der Grund für diesen Schritt: die schwierige Finanzlage der Ortsgemeinde. Nachfrage bei Ortsbürgermeister Rudi Hau: Ja, Burbach sei hoch verschuldet, mit etwa einer Million Euro. Nicht zuletzt durch den An- und Umbau der Kindertagesstätte - für 700 000 Euro.
Die Gesamtkosten für die Erweiterung des Sportgebäudes liegen bei rund 250 000 Euro. "Die Nassräume müssen neu gemacht werden", sagt Hau. Die seien in "desolatem Zustand" - weshalb es "in letzter Zeit auch etwas chaotisch war". Die Duschen seien nicht mehr benutzbar, und "die Sportler duschen deshalb in der Mehrzweckhalle."
Für das Dorfleben

 ... auch in Wallersheim: Dort soll ein neues Gebäude errichtet werden.TV-Fotos: Eileen Blädel (2)
... auch in Wallersheim: Dort soll ein neues Gebäude errichtet werden.TV-Fotos: Eileen Blädel (2)


Wenn das aber mit dem Umbau jetzt noch klappt, dann "haben wir so viel gemacht, dann gibt es keine Ecke mehr, die schlecht ist", sagt Hau. "In den nächsten Jahren haben wir also Luft. Da stehen keine größeren Investitionen mehr an." Wie vieles andere liegt ihm auch der Sportplatz am Herzen: "Es ist eine schöne Anlage, und wenn ich sehe, wie viele Kinder hier immer sind, dann wollen wir das doch erhalten", sagt er. "Außerdem brauchen wir den Sportverein, um unser Dorfleben aufrechtzuerhalten."
Auf Platz zwei der Liste mit einer geplanten Förderung von 40 Prozent liegt Wallersheim. Auch dort könnte man das Projekt alleine nicht stemmen - auch wenn die Ortsgemeinde besser dasteht. Aber weil das Gebäude aus dem Jahr 1972 "damals schon ein Provisorium" gewesen und heute vollends "in die Jahre gekommen" sei, wolle man das Geld unbedingt in die Hand nehmen, sagt Ortsbürgermeister Josef Hoffmann.
Gerade in Wallersheim herrsche nämlich Bedarf: "Wir sind in einer Spielgemeinschaft mit Rommersheim und Prüm und haben eine große Fluktuation", sagt Hoffmann. Auf den mit rotem Sand ausgelegten Hartplatz weiche man im Winter gerne aus, wenn auf Rasenplätzen schlecht zu spielen sei - "aber unser Sportlerheim platzt aus allen Nähten". Geplant sei, ein neues Gebäude zu errichten: In der Fläche "weiter mittig, mit einer kleinen Tribüne", sagt Hoffmann - denn das heutige Gebäude steht etwas ungünstig direkt hinter dem Tor. Nur die Garage darf stehen bleiben: Darin befindet sich die gesamte Technik wie beispielsweise das Flutlicht. "350 000 bis 400 000 Euro stehen an Kosten im Raum."
Und wie geht es nun weiter? Billen: "Beide Gemeinden haben jetzt vier Monate Zeit, um ihre Unterlagen fertigzustellen." Und dann: Daumen drücken.