1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Zwei Mädchen sterben in Autowrack

Zwei Mädchen sterben in Autowrack

Zwei Kinder sind bei einem schweren Verkehrsunfall am Samstagvormittag auf der L 9 nahe der Eifelgemeinde Rittersdorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm) ums Leben gekommen. Ein drittes Kind wurde leicht verletzt. Die Mutter und Fahrerin des Unfallwagens erlitt schwere Verletzungen. Die Unfallursache ist bislang unbekannt. Weitere Fahrzeuge waren nicht beteiligt.

Bitburg. Es war ein furchtbarer Anblick, den die Feuerwehrleute und der Notarzt, die gegen 10.30 Uhr zuerst an der Unfallstelle ankamen, ertragen mussten. Ein roter Mitsubishi, verkeilt zwischen Bäumen, darin eine Frau und drei Kinder. "Dass ein Mädchen den Unfall nicht überlebt hat, war sofort klar", sagt Manfred Burbach, Wehrleiter der Bitburger Feuerwehr.
Die Feuerwehr schnitt das Dach des Autos auf. Die beiden Mädchen auf den Rücksitzen und die Mutter mussten mit der Rettungsschere befreit werden. Alle Versuche der Notärzte, die Schwester des bereits toten sechs Jahre alten Kindes zu retten, waren vergeblich. Auch die Achtjährige starb noch an der Unfallstelle.
"Die Mutter war schwer verletzt und nicht mehr ansprechbar", sagt Burbach. Die 28-jährige Frau wurde mit einem Rettungswagen in ein Trierer Krankenhaus gebracht. Ihr eineinhalb Jahre alter Sohn überlebte im Kindersitz auf dem Beifahrersitz den Unfall mit leichten Verletzungen. Auch er wurde in ein Krankenhaus gefahren.
Rund zwei Stunden dauerte der Einsatz der Feuerwehr am Unfallort. "Es war ein sehr belastender Einsatz", sagt einer der 30 Männer von den Wehren aus Bitburg und Rittersdorf, die mit sechs Fahrzeugen im Einsatz waren. Dazu kamen Polizei, Rettungsdienste und mehrere Notärzte. Auch ein Rettungshubschrauber war an der Unfallstelle gelandet. Weil aber das Wetter wohl zu neblig war, wurden Mutter und Sohn per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.
Der Vater und eine Großmutter der Familie aus dem Landkreis Bitburg-Prüm waren zur Unfallstelle gekommen. Seelsorger kümmerten sich um die Angehörigen. Auch die Feuerwehrmänner wurden betreut. "Über ein so furchtbares Erlebnis muss man miteinander sprechen, sonst verfolgt es einen, und man frisst es in sich rein", sagt Wehrleiter Burbach.
Die Ursache für den tragischen Unfall ist unbekannt. "Zur Klärung ist ein Gutachten in Auftrag gegeben worden", heißt es seitens des Polizeipräsidiums Trier. Fest stehe, dass kein anderes Fahrzeug beteiligt war. Die junge Frau war mit dem Wagen und ihren Kindern auf der L 9 von Bitburg kommend in Richtung Hermesdorf unterwegs. In einer Linkskurve in einem Waldstück, noch vor dem Gewerbegebiet Bildchen, war das Auto nach rechts von der Fahrbahn abgekommen.