KULTUR: Zwei W und keine Musik vom Band

KULTUR : Zwei W und keine Musik vom Band

Premiere auf Schloss Weilerbach: Das Kaffehaus-Orchester spielt am 26. Mai zum gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen.

(utz) Weilerbach ist nicht Wien. Aber es fängt auch mit einem W an. Das ist aber nicht der Grund, warum Rolf Mrotzek von der Jazz Initiative Eifel die Idee hatte, Caféhaus-Atmosphäre, wie es sie in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts auch in Berlin und Paris gab, in das Schloss  in der Südeifel  zu holen.

Vielmehr waren es andere Gemeinsamkeiten, die der Festsaal des barocken Schmuckstücks bei Bollendorf und ein Caféhaus haben: ein gediegenes Ambiente, die Möglichkeit, Musik dort zu machen und die Option, Kaffee und Kuchen anzubieten. Das, so Mrotzek, seien immerhin schon drei Gründe für den Erfolg eines Kaffeetafel-Konzerts.  Ein vierter Grund mag sein, dass Mrotzek glaubt, mit diesem Konzept voll im Trend zu liegen. Denn gemütlich zusammensitzen, Musik hören, quatschen – das sei mehr denn je gefragt.

Also: Nix wie los. Mrotzek organisierte zusammen mit der Schloss-Weilerbach-Gesellschaft das erste Kaffeetafel-Konzert, das am 26. Mai stattfinden soll. Die Suche nach einer geeignete Musikgruppe war nicht schwer. Denn  ganz in der Nähe gibt es ein Ensemble, das sich auf diese Art Musik geradezu spezialisiert hat: das Trierer Kaffeehaus-Orchester unter der musikalischen Leitung von Gert Spies.

Die neun Musiker versprechen „zart-schmelzende bis hin zu virtuos-berauschenden Klängen“ im Stil der Salonmusik des beginnenden 20. Jahrhunderts. Damit entführt das Ensemble sein Publikum in die volkstümliche ungarische Puszta und  in edle Wiener Kaffeehäuser. Auf dem Programm stehen Titel von Franz Lehár und Emmerich Kálmán und  Csárdás-Klänge. Und das, findet Mrotzek, passt einfach perfekt in den feinen Festsaal des Schlosses. Und eben perfekt zum Duft von frisch gebrühtem Kaffee, zu leisen Gesprächen, zum dezenten Geklapper von Geschirr und zu einem relaxten Sonntagnachmittag.

Ob das Konzept aufgeht? Ja, davon ist Mrotzek überzeugt. Und eine Wiederholung sei dann auch nicht ausgeschlossen. Nicht nur, weil Weilerbach und Wein mit W anfangen.

Das Kaffeetafel-Konzert findet statt am Sonntag, 26. Mai, Beginn 15.30 Uhr. Einlass ist ab  15 Uhr. Die Gästezahl ist auf 60 begrenzt. Karten kosten 28 Euro. Sie beinhalten Kuchen und ausgewählte Getränke – so viel die Gäste mögen. Vorbestellung der Eintrittskarten unter 06561/154270 oder schloss-weilerbach@bitburg-pruem.de

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