Zwischen quer und verquer

Erste Frage: Braucht die SPD Wadenbeißer wie Reinhart Förster? Antwort: Ja. Der Selbstständige aus dem Islek pflegt nicht nur gegen den Strom zu schwimmen, er legt es sogar darauf an. Dagegen ist nichts zu sagen, solange der Disput dazu beiträgt, inhaltlich eine möglichst vertretbare Linie aufzumalen.

Gerade vor dem Hintergrund einer in der abgelaufenen Wahlperiode vor sich hin schwächelnden, handzahmen SPD-Fraktion im Kreistag kann den Genossen ein "Hallo Wach!" zur rechten Zeit nur nützen. Zweite Frage: Braucht die SPD einen Traumtänzer wie Reinhart Förster? Antwort: Nein. Auf kommunalpolitischem Parkett offensichtlich ungeübt, agiert er innerparteilich ohne Fortune, weil es ihm nicht gelingt, eine praktikable Strategie aufzuzeigen. Dritte Frage: Braucht die SPD einen Querdenker wie Reinhart Förster? Antwort: Ja und Nein. Querdenken kann bedeuten, neue Ideen einzubringen und dem Konformismus eine Absage zu erteilen. Das ist gut. Der Vorschlag aber, wonach Bernd Spindler sich nur noch auf den Fraktionsvorsitz konzentrieren soll, ist nicht mehr quer, der ist von vorne herein regelrecht verquer. m.reuter@volksfreund.de