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2015 soll die Bahn zum Flugplatz rollen

Warten auf Lamparski: Wie es mit dem Flugplatz weitergeht, soll auf der Sitzung von Kreistag und Stadtrat im Juni entschieden werden. TV-Foto: Archiv/Bettina Bartzen
Warten auf Lamparski: Wie es mit dem Flugplatz weitergeht, soll auf der Sitzung von Kreistag und Stadtrat im Juni entschieden werden. TV-Foto: Archiv/Bettina Bartzen
Bitburg. Zu den großen Fragen rund um den Bit-Airport bezieht der Projektentwickler Frank Lamparski derzeit nicht öffentlich Stellung. Zu kleineren jedoch schon. Er kommentiert einen Fehler auf der Homepage seiner chinesischen Firma: Nicht die deutsche Regierung, sondern seine Entwicklungsgruppe plane, den Flugplatz an die Bahn anzuschließen. Und zwar in fünf Jahren. Von unserer Redakteurin Katharina Hammermann

Eigentlich darf Frank Lamparski nichts sagen. Auch, wenn er es ist, der die Hintergründe des geplanten 400 Millionen schweren Ausbaus des Bitburger Flugplatzes am besten kennt. Schließlich plant er das Großprojekt. Doch hat er - wie alle anderen auch - eingewilligt, dass Michael Billen, Aufsichtsratsvorsitzender der Flugplatz GmbH, der Einzige ist, der Auskünfte zu dem Flugplatzausbau geben darf. Und Billen schweigt.

All die großen Flugplatz-Fragen stellt man daher derzeit vergeblich: Wer sind die Investoren? Kommen sie wirklich aus China? Was soll auf dem Bit-Airport passieren? Soll er wirklich ein Frachtdrehkreuz werden?

Schienenanschluss ist eine Fehlinformation


Hierzu will Lamparski sich nicht öffentlich äußern. Anders als zu ein paar kleinen Flugplatz-Fragen, die sich um die Homepage seiner chinesischen Firma Stintec Shanghai Limited drehen. Bis vor kurzem war auf dieser Internetseite auf Englisch zu lesen, die deutsche Regierung plane, den Bitburger Flugplatz an die Schiene anzuschließen. Eine Fehlinformation.

Denn weder die Stadt Bitburg, der die noch vorhandene Bahntrasse zum Flugplatz gehört, noch das Land Rheinland-Pfalz haben derzeit konkrete Pläne, den Flugplatz ans Schienennetz anzuschließen (der TV berichtete).

Inzwischen ist die Internetseite auch nicht mehr auf Englisch, sondern nur noch auf Chinesisch zu lesen.

Ausnahmsweise hat Lamparski eingewilligt, sich hierzu zu äußern - um zu erklären, was es damit auf sich hat. So wie es auf der Seite stehe, sei es in der Tat falsch: Nicht die deutsche Regierung, sondern die Flugplatzentwickler selbst planen, den Bit-Airport an die Schiene anzuschließen. Die Flugplatz-Geschäftsführung habe zugesagt, dass dies möglich sei, da die Bahntrasse noch vorhanden ist und absichtlich freigehalten wurde. Man müsse nur etwas mehr als zwei Kilometer Schienen verlegen.

Lamparksi: Cargo-Halle hat Priorität



Damit wäre der Bit-Airport an die Kylltal-Route zwischen Trier und Köln angeschlossen. "Wir wollen das nach fünf Jahren machen, weil wir vorher andere Prioritäten haben", sagt Lamparski. Die erste Priorität sei es, eine Cargo-Halle zu bauen, "weil die einfach am meisten bringt".

Auf die Frage, warum die Stintec-Homepage nur noch auf Chinesisch zu lesen ist, reagiert er amüsiert. Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt. Die englische Version hätte gar nicht online gehen sollen. Der Entwickler, der die Inhalte übersetzt hat, damit Lamparski sie Korrektur lesen kann, habe das falsch verstanden.

So viel zu den kleinen Flugplatz-Fragen. Bis Lamparski zu den großen Fragen öffentlich Stellung bezieht, wird es wohl Juni. Denn am 11. Juni soll er dem Stadtrat Bitburg und dem Kreistag während einer gemeinsamen öffentlichen Sitzung in der Bitburger Stadthalle Rede und Antwort stehen. Ebenso wie allen interessierten Bürgern, die bis dahin unter www.bitburg-pruem.de in einem eigens eingerichteten Flugplatzportal ihre Fragen zum Bit-Airport loswerden können.