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21,6 Millionen Euro für Landesstraßen

FOTO: (e_bit )
Bitburg/Prüm/Mainz. Mit rund 21,6 Millionen Euro soll der Eifelkreis Bitburg-Prüm vom Landesstraßenbauprogramm 2017/2018 profitieren. Wie mit dem Bau der Nord-Ost-Tangente in Bitburg will das Land im Eifelkreis wichtige Infrastrukturprojekte in Angriff nehmen. Doch bevor saniert und gebaut werden kann, muss der Landtag erst mal den Haushaltsentwurf absegnen. Christian Moeris

Bitburg/Prüm/Mainz. Recht umfangreich im Vergleich zu den anderen Landkreisen und kreisfreien Städten soll der Eifelkreis Bitburg-Prüm vom Landesstraßenbauprogramm 2017/2018 profitieren. 36 Projekte aus dem Eifelkreis sollen gefördert werden. Das Land will im Eifelkreis 21,6 Millionen Euro in die Landesstraßen investieren.
Wobei 2017 und 2018 davon zunächst einmal 11,5 Millionen Euro abgerufen werden sollen. Der Entwurf zum Landesstraßenbauprogramm für die Jahre 2017/2018 sieht landesweit Ausgaben in Höhe von rund 240 Millionen Euro vor. Mit diesen Mitteln sollen landesweit Straßenbauvorhaben, insbesondere Erhaltungs- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Straßen, Brücken und Fahrradwegen, finanziert werden. Das Land Rheinland-Pfalz unterhält ein Landesstraßennetz von 7000 Kilometern Gesamtlänge und insgesamt 7500 Straßenbrücken.
Die reinen Bauausgaben ohne Grunderwerb und Planungskosten sollen 2017 und 2018 jährlich bei 95 Millionen Euro liegen. Das sind zehn Millionen Euro mehr als noch im Jahr 2016. 18,5 Millionen Euro pro Jahr stehen für kleinere Baustellen wie zum Beispiel die Beseitigung von Schlaglöchern und Winterschäden bereit. "Wir haben in das neue Bauprogramm des Landes insgesamt 400 Vorhaben aufgenommen, darunter sind sieben Projekte für den Neubau", erklärt Verkehrsminister Volker Wissing. Die abschließende Entscheidung über das Bauprogramm trifft der Landtag mit der Verabschiedung des Landeshaushalts 2017/2018. Die Parlamentarier in Mainz wollen den Doppelhaushalt, der sich bislang wohlgemerkt noch im Entwurfsstadium befindet, im März 2017 absegnen. Bislang ist also noch nichts in trockenen Tüchern. "Mit einer Aufstockung der Mittel um mehr als 30 Millionen Euro legt die SPD-geführte Landesregierung aber einen deutlichen Schwerpunkt auf Investitionen in die Infrastruktur", sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Nico Steinbach zum Haushaltsentwurf.

Die dicksten Brocken: Bei der Sanierung der Landesstraße L 1 zwischen Großkampenberg (Verbandsgemeinde Arzfeld) und Heckhuscheid (Verbandsgemeinde Prüm) übernimmt das Land Baukosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Die Sanierung der Prümbrücke auf der L 4 in Menningen (Verbandsgemeinde Südeifel) soll mit zwei Millionen Euro zu Buche schlagen. Für die Sanierung der L 39 zwischen Röhl und Moltkeburg sollen 1,1 Millionen Euro fließen. Auch eines der sieben Neubauprojekte des Landes liegt im Eifelkreis - genauer gesagt in der Stadt Bitburg: die lange geplante und jetzt in Angriff genommene Nord-Ost-Tangente (der TV berichtete). Mit Kosten in Höhe von vier Millionen Euro kalkuliert das Land bei diesem Bauvorhaben. Von den veranschlagten vier Millionen Euro sind aber gerade einmal 100 000 Euro für 2018 eingeplant - richtig los geht es mit den Arbeiten also nicht vor 2019. Damit aber überhaupt gebaut werden kann, müssen die Grundstücksverhältnisse geklärt werden. 2017 soll mit dem dafür notwendigen Flurbereinigungsverfahren begonnen werden.