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Alte Kaserne: Kaufen oder nicht kaufen?

Einer von 21 Riesen: Dieser denkmalgeschützte Kasernenblock bietet rund 4000 Quadratmeter Fläche. Foto: TV-Archiv, Klaus Kimmling
Einer von 21 Riesen: Dieser denkmalgeschützte Kasernenblock bietet rund 4000 Quadratmeter Fläche. Foto: TV-Archiv, Klaus Kimmling
Bitburg. Fest steht, dass der Zweckverband Flugplatz Bitburg eine maßgebliche Rolle bei der Konversion der alten Kaserne spielen wird. Offen ist, ob der Verband das Areal kauft oder nicht. Der Wert beträgt nach einem Gutachten rund drei Millionen Euro.

Bitburg. Ziel ist es, dass sich in den kommenden Jahren auf dem Gelände der alten Kaserne in der Mötscher Straße Handwerker, Dienstleister und Bildungseinrichtungen ansiedeln. Tatsächlich bieten die riesigen Blocks jede Menge Platz für Büros, Gastronomie, aber auch für Wohnungen. Genau diesen Nutzungsmix sieht der Rahmenplan, den der Stadtrat Bitburg bereits 2013 verabschiedet hat, auch bei der künftigen Entwicklung des Geländes vor. Doch wie das konkret umgesetzt werden soll, war lange unklar. Erst im vergangenen Jahr haben Kreis, Stadt und die Verbandsgemeinde Bitburger Land beschlossen, dass der in Konversionssachen erfahrene Zweckverband Flugplatz um das Kasernen-Gelände erweitert wird (der TV berichtete). Unter Federführung von Verbandsvorsteher Joachim Streit und Geschäftsführer Helmut Berscheid wurde ein Modell erarbeitet, wie die Umnutzung angegangen werden könnte.
"Innerhalb von zwei Monaten haben wir die Idee aus der Hüfte auf die Schultern gehoben", sagt Landrat Joachim Streit. Im Februar fällt nun die Entscheidung, ob der Verband das Areal, das nach einem Gutachten der Bundesimmobilienanstalt rund drei Millionen Euro wert ist, selbst kauft und vermarktet. Alternativ wäre es möglich, dass die Liegenschaft im Besitz des Bundes bleibt und der Zweckverband - ähnlich wie beim Flugplatz - als Ansprechpartner und Koordinator vor Ort auftritt - und sich die Planungshoheit sichert.
In jedem Fall will der Zweckverband das Gebäude 2007 für rund 400 000 Euro erwerben. Zudem steht fest, dass der Verband den ehemaligen Exerzierplatz als zentralen Parkplatz erhalten will. Es habe bereits zahlreiche Anfragen gegeben, sagt Streit. Darunter seien Schreiner, Rechtsanwälte wie auch Architekten. Deshalb sagt Streit: "Wir haben vielversprechende Angebote und müssen uns nicht unter Wert verkaufen." jör