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Alte Werke, neue Freundschaften

Das Jugendsymphonieorchester Eifel-Ardennen hat in Prüm sein Können unter Beweis gestellt. TV-Foto: Johannes Müller
Das Jugendsymphonieorchester Eifel-Ardennen hat in Prüm sein Können unter Beweis gestellt. TV-Foto: Johannes Müller
Prüm/Bitburg. Grenzüberschreitender Spaß an der Musik: Rund 80 junge Menschen aus Deutschland und Luxemburg haben in Prüm die Ergebnisse ihrer intensiven Proben in einem Konzert präsentiert.

Prüm/Bitburg. Fünf Tage intensive Probenarbeit haben ihren Abschluss gefunden, als die rund 80 jugendlichen Musiker aus Luxemburg und Deutschland ihr Können im orchestralen Zusammenspiel beeindruckend unter Beweis stellten. Mit Begeisterung sprach Kulturamtsleiter Herbert Fandel von "gelebter Bildungsarbeit" und diese Begeisterung übertrug sich schnell auf die über 150 Zuhörer.
Die jungen Instrumentalisten der Musikschulen des Landkreises Bitburg-Prüm, der Landkreise Vulkaneifel und Bernkastel-Wittlich sowie der Ecole de Musique d\'Echternach und des Conservatoire de Musique du Nord hatten sich auf Initiative der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen und ihres Präsidenten Franz Bittner für eine Arbeitswoche in Prüm getroffen. Unter der Leitung des in Luxemburg tätigen Dirigenten Martin Elmquist, assistiert von Dozenten der Institute, wurden drei repräsentative Werke aufführungsreif einstudiert.
Harmonisch-besinnlich erklang "Ein Sagen-Traum" des dänischen Spätromantikers Carl Nielsen. Es folgte der Allegro-Kopfsatz des D-Dur-Konzerts von Beethoven, des wohl bekanntesten und bedeutendsten Konzerts der klassischen Violinliteratur. Mit sicherer technischer Beherrschung und sensibler klanglicher Gestaltung meisterte Markus Stolz, der seit 15 Jahren Geige spielt und in Lübeck Geige studiert, diesen Prüfstein violonistischen Solospiels. "Gut gelaufen" lautete sein eigener bescheidener Kommentar.
Sehr gut lief dann auch die 9. Symphonie von Dvorak. Zum zweiten Mal dabei waren die Geigerin Aurelie Wenzel aus Ettelbrück und die Cellistin Annika Meyer aus Klausen - und zum zweiten Mal waren sie begeistert. Beide waren sich einig: Gemeinsames Musizieren macht nicht nur Freude, sondern stiftet auch Freundschaft. jomü