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Natur
Am Wasser was Neues

 Das könnte schöner werden: die Terrasse am Stausee in Biersdorf.
Das könnte schöner werden: die Terrasse am Stausee in Biersdorf. FOTO: TV / Uwe Hentschel
BIERSDORF. Mit einem Mehrgenerationenplatz und einer neuen Terrasse soll der Uferbereich am Stausee Bitburg aufgewertet werden. Von Uwe Hentschel

So wirklich alt ist das Teil noch nicht. Erst zu Beginn des Jahrtausends wurde die rund 100 Quadratmeter große Stauseeterrasse errichtet. Doch die vergangenen 18 Jahre haben an dem Bauwerk, das neben dem Kiosk ins Wasser ragt, ihre Spuren hinterlassen.

Die Holzkonstruktion ist derart marode, dass sie saniert werden muss – was sowohl für den Holzbelag als auch für den Unterbau aus Leimbindern gilt. Aus diesem Grund wurde bereits ein Architekturbüro aus Bitburg mit einer Neuplanung der Terrasse beauftragt. Und dieses Büro hat inzwischen unterschiedliche Varianten erarbeitet, die kürzlich in der Sitzung des Zweckverbands Stausee Bitburg vorgestellt wurden.

Eine Möglichkeit wäre demnach, die vorhandene Holzkonstruktion durch eine neue zu ersetzen. Das hätte laut Verwaltung den Vorteil, dass man sowohl die Ausschreibung als auch die Statik aus dem Jahr 2000 nutzen könnte. Die geschätzten Kosten dafür lägen bei 60 000 Euro.

In der zweiten Variante wird der Holzunterbau durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Mit veranschlagten 90 000 Euro wären die Kosten hierfür zwar 50 Prozent höher als bei der reinen Holzkonstruktion, dafür aber hätte diese Variante den Vorteil, dass sie deutlich länger haltbar wäre. Letzteres hat auch die Mitglieder der Stausee-Zweckverbandsversammlung überzeugt. Wie die Verwaltung mitteilt, hat sich das Gremium für die Stahlvariante entschieden. Im kommenden Frühjahr soll das Projekt angegangen werden.

Die Seeterrasse ist aber nicht das Einzige, was am Ufer des Sees erneuert werden soll. So hat die Verbandsversammlung auch der Einrichtung eines barrierefreien Mehrgenerationenplatzes zugestimmt. Dieser soll am Uferweg in der Nähe des Dorint Hotels entstehen. In den 1970er Jahren war dort bereits eine Terrassenanlage mit Schaukel, Schachfeld und Sandkasten angelegt worden. Ziel ist es nun, die Terrassen so umzugestalten, dass sie größtenteils barrierefrei nutzbar sind. Konkrete Planungen dazu gibt es zwar noch nicht, doch vorstellbar wären nach Auskunft der Verwaltung beispielsweise ein „Garten der Sinne“ mit regionaltypischen Pflanzen und Hochbeet, Klangelemente, Fitnessgeräte, Ruhe- und Rastplätze sowie Spielangebote, die auch von Menschen in Rollstühlen genutzt werden können.

Im Gegensatz zur Erneuerung der Seeterrasse, für die allein der Stausee-Zweckverband zuständig ist, soll der vorgesehene Mehrgenerationenplatz ein Gemeinschaftsprojekt des Zweckverbands Naturpark Südeifel, der VG Bitburger Land, des Stausee-Zweckverbands sowie der Tourist-Information Bitburger Land werden. Hintergrund ist, dass der Zweckverband Naturpark Südeifel und der Naturpark Nordeifel gemeinsam beim rheinland-pfälzischen Wettbewerb „Tourismus für Alle“ gewonnen haben und deshalb nun bei barrierefreien Projekten, wozu auch Mehrgenerationenplätze gehören, besonders gefördert werden.

Wie viel die Anlage am Stausee Bitburg kosten wird, wissen die Projektbeteiligten erst nach der Ausschreibung. Gerechnet wird aber mit Kosten von 250 000 Euro. Bei einer Förderquote von 85 Prozent läge der Eigenanteil der Verbandsgemeinde bei rund 37 500 Euro. Kommendes Jahr soll die Planung in Auftrag gegeben werden und 2020 der Mehrgenerationenplatz schließlich errichtet werden.

Und dann gibt es zwischen Kiosk und Hotel noch ein drittes Projekt, mit dem zwar schon vor zwei Jahren begonnen wurde, das aber noch immer nicht so richtig fertig ist. Und das ist der renaturierte Abschnitt der Kannenbachmündung in den Stausee. Anfang Juni sollte der neue Bereich samt Wasserspielplatz und Brücke feierlich eingeweiht werden. Doch dann haben die Hochwasser-Ereignisse den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Seitdem ist der Wasserspielplatz nur noch eingeschränkt nutzbar. Zudem steht am Rande dieses Platzes eine große Holzplattform, von der keiner so wirklich weiß, wozu sie eigentlich dienen soll (der TV berichtete). „Wir werden versuchen, auch den renaturierten Bereich in das Gesamtkonzept einzubinden“, heißt es aus der VG-Verwaltung. In diesem Zusammenhang werde dann auch überlegt, was mit dem Holzpodest passieren soll.