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Arzfelder machen die Lücke dicht

ARZFELD. Die Lücke im Radwegenetz zwischen Zweifelscheid und Arzfeld wird geschlossen. Im Frühjahr soll die Strecke für Radfahrer und Wanderer freigegeben werden. In Zukunft soll auch die Verbindung zum Prümtalradweg hergestellt werden. ARRAY(0xb806e70)

Das Radwegenetz in der Eifel wird um eine Verknüpfung reicher: Nach schwierigen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn wird nun die Lücke zwischen Arzfeld und Neuerburg geschlossen. "Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung", sagt Patrick Schnieder, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Arzfeld. Das sieben Kilometer lange Teilstück verläuft auf der ehemaligen Bahntrasse und soll Arzfeld mit dem von Neuerburg kommenden Radweg bei Zweifelscheid verbinden. Im Frühjahr soll es für die Radfahrer freigegeben werden. Mittelfristig soll die Route über Üttfeld und Lünebach an den Prümtalradweg angebunden werden. "Wann wir damit beginnen können, hängt im Wesentlichen von der Förderung des Landes ab", sagt Walter Klar von der Verbandsgemeindeverwaltung. Der Erwerb dieser Trasse von der Deutschen Bahn ist jedenfalls noch in diesem Jahr vorgesehen. Der nun begonnene Ausbau des Teilstücks kostet 270 000 Euro, 70 Prozent davon werden vom Land Rheinland-Pfalz übernommen. Von den übrigen 30 Prozent übernimmt die Verbandsgemeinde Arzfeld zwei Drittel, die betroffenen Ortsgemeinden außer Kickeshausen zahlen ein Drittel. Zunächst wird der Weg nicht asphaltiert, sondern mit einem Sand-Split-Gemisch ausgebaut. Für diese Lösung sprachen sowohl die wesentlich höheren Kosten eines asphaltierten Wegs als auch der nötige landespflegerische Ausgleich für die zusätzliche Bodenversiegelung. Es besteht aber immer noch die Option, den Weg in einer zweiten Ausbaustufe zu asphaltieren, "aber zunächst haben wir davon abgesehen, damit wir endlich ans Bauen kommen", sagt Klar. Dem pflichtet auch Harald Enders, Leitender Baudirektor des Landesbetriebs Straßen und Verkehr (LSV) in Gerolstein bei. Wichtiger als einzelne, perfekt asphaltierte Wege sei, "dass man ein geschlossenes Netz hat". Einzelne Teilstücke seien touristisch nicht attraktiv. Deshalb entschied man sich für die kostengünstigere Variante. Wobei, wie Enders bemerkt, auch diese unasphaltierten Wege ihre Fans hätten, "die es mögen, wenn der Weg mit ihnen spricht". Seit Jahren steigt in der Eifel die Zahl der Radtouristen. Die Eifel gehört für sie zu den beliebtesten Ferienregionen Deutschlands. Um diese Entwicklung zu fördern, wird das Radwegenetz weiter ausgebaut und verbessert. Auch Einheimische nutzen das Freizeitangebot. Das zeigt sich bereits an anderer Stelle, wie Schnieder feststellt: "Der Prümtalradweg zwischen Waxweiler und Pronsfeld, der 2002 fertiggestellt wurde, wird hervorragend angenommen. Wir hoffen, die regionalen Radwege bald vernetzt zu haben."