| 15:16 Uhr

Dorfentwicklung
Bauen unter den Augen des Messias

Hier sollen noch dieses Jahr neue Häuser entstehen.
Hier sollen noch dieses Jahr neue Häuser entstehen. FOTO: TV / Christian Altmayer
Bickendorf. Bickendorf wächst: Am Ortsrand entsteht ein Neubaugebiet. Die Vermarktung der Grundstücke läuft bereits, die ersten Häuser sollen dieses Jahr schon stehen. Von Christian Altmayer
Christian Altmayer

Wenn das kein gutes Omen ist: Jesus hat das geplante Neubaugebiet in Bickendorf direkt im Blick. Von einem Wegekreuz aus wacht der Heiland über die Baustelle in der Ließemer Straße. Hier am Ortsausgang der Gemeinde im Bitburger Land sollen zwölf Wohnhäuser entstehen. Und der Bagger baggert schon. Das Bitburger Unternehmen B und P Projekte hat mehr als eine halbe Million Euro in die Hand genommen, um die Kuhweide bis zum Herbst in Baugebiet zu verwandeln.

Interessenten für die Flächen gebe es schon. Verträge seien laut Jens Bisenius, dem B im Firmennamen, zwar noch keine abgeschlossen worden. Aber fünf der Grundstücke seien vorreserviert. Wenn die meisten von ihnen vermarktet sind, soll es mit dem zweiten Bauabschnitt losgehen. Der liegt direkt gegenüber. Die Gemeinde habe das Gelände bereits einem Landwirt abgekauft, sagt Ortsbürgermeister Arnold Berg.

Dies seien „zukunftsweisende Schritte“, meint der Dorfchef. Bickendorf müsse wachsen, damit Leben in den Vereinen, der Grundschule und der Kindertagesstätte bleibe. „Wir hoffen, dass sich noch mehr junge Familien hier niederlassen“, sagt Berg. Bislang sieht es gut aus. Der statistische Trend ist klar: Die Einwohnerzahl von Bickendorf erhöht sich stetig. Wohnten dort vor etwa 20 Jahren 432 Menschen, sind es heute 535.  

Und wie erklären sich Berg diese Entwicklung? Der direkte Anschluss an die Autobahn 60 und die Nähe zu Bitburg seien sicher ausschlaggebend. Dass es im Dorf eine Kindertagesstätte und eine Grundschule gebe, sei für junge Familien aber auch interessant.

Ob für die auch das Ortsbild von Bickendorf eine Rolle spielt? Die denkmalgeschützte Burgstraße mit ihren historischen Anwesen kann sich jedenfalls sehen lassen. Hat der Ortsbürgermeister da keine Angst, dass im Neubaugebiet Häuser entstehen, die nicht in diesen Baustil passen? „Am Rand des Dorfes ist das vertretbar“, findet Berg. Und deshalb gebe es auch keine stilistischen Vorgaben für die zukünftigen Bauherren: „Das haben wir bewusst offen gelassen.“