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POLIZEI
Betrüger wollen Eifeler austricksen

FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Bitburg. Gauner setzen derzeit Menschen am Telefon unter Druck. Dabei wenden sie eine perfide Masche an. 
Ulrike Löhnertz

Die falschen Polizisten haben Bitburg wiederentdeckt. Einige Zeit lang sei es ruhig gewesen, berichtet der Chef der Bitburger Polizeiinspektion (PI), Christian Hamm. Nun treiben die Telefonbetrüger hier wieder ihr Unwesen.

Ihre Masche: Sie rufen – vorzugsweise bei älteren, alleinstehenden Menschen – an, geben sich als Polizisten aus und erfinden Geschichten, um an das Geld oder Wertgegenstände der potenziellen Opfer zu kommen. Zum Beispiel die, dass Name und Adresse des Angerufenen auf einer Liste einer Einbrecherbande stünden und eine solche  Tat in der Nachbarschaft  gerade erst stattgefunden habe. Daher sei Gefahr im Verzug. Ein Polizist käme gleich vorbei und nehme Geld und Wertgegenstände in Obhut. Tatsächlich, so Hamm, sei es bei dem bundesweit angewendeten Trick so weit gekommen, dass Opfer den falschen Beamten ihre Habseligkeiten anvertraut hätten. Einen solchen Fall im Bereich seiner PI kenne er zwar nicht. Aber oft sei es so, dass sich die Opfer aus Scham nicht meldeten. Dabei könnten solche Hinweise dazu dienen, die Täter, die laut Hamm „im benachbarten Ausland“ vermutet werden, zu überführen. Immerhin kann die PI auf rund 20 Hinweise von Menschen zurückgreifen, die den Tätern am Donnerstag und Freitag nicht auf den Leim gingen. Die Angerufenen – allesamt aus den gleichen Straßen im Stadtgebiet Bitburg – meldeten sich bei der Polizei. Was Hamm darauf schließen lässt, dass dieser Bereich von den Tätern gerade systematisch abgeklappert wird. In wenigen Tagen ließen die Betrüger jedoch wieder von einem Gebiet ab und wendeten sich anderen Bereichen zu. Das sei ihre Masche, um nicht entdeckt zu werden. Irgendwann, so Hamm, tauchten die falschen Polizisten erneut in einem anderen Bereich auf. Und immer mal wieder hätten sie Glück. Leider.