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Bischof Ackermann erteilt kirchliche Lehrerlaubnis

FOTO: Helmut Thewalt,Trier (h_st )
Trier/Bitburg/Daun. Sie sollen mithelfen, dass junge Menschen ihren Weg im Leben finden und dabei selbst zum Segen Gottes werden - diesen Wunsch hat Bischof Stephan Ackermann 79 Frauen und Männern mit auf den Weg gegeben, wenn sie künftig katholischen Religionsunterricht halten. In einem Pontifikalamt während der Heilig-Rock-Tage erhielten die Lehrer die Missio canonica, die kirchliche Lehrerlaubnis für den Religionsunterricht.

Begonnen hatte der Tag mit einem Vortrag von Hans-Georg Gradl, Professor an der Theologischen Fakultät Trier. Er stellte den Religionslehrern vor, wie sie "mit der Bibel lernen, Lehrer zu sein". Der Lehrer solle Wegbegleiter und Gefährte des Schülers sein und eigenständige Charaktere formen helfen. Dabei müsse er selbst Lernender bleiben und authentisches Lebenszeugnis geben. In einer Zeit, in der Religionsunterricht auf Widerstände stoße, müssten sich die Lehrer der Würde und des Berufsethos bewusst sein. Im Johannes-Evangelium werde eine Krisenstimmung dargestellt zwischen Jesus und den Jüngern, die nicht verstehen können, wie Jesus sich selbst als das wahre Brot des Himmels bezeichnen kann, gab Bischof Ackermann den Lehrern mit auf den Weg. In dieser Krise handele Jesus wie ein guter Lehrer. Er sage deutlich, wofür er stehe, und beziehe Position, ohne zu vereinfachen.
Die Botschaft sei konkret, brauche aber auch die Bereitschaft, sich innerlich für sie zu öffnen. "Jesus mutet den Jüngern Spannung zu, weil das Leben selber voller Spannung ist." Jesus lasse seinen Jüngern die freie Entscheidung für seine Botschaft, erklärte Bischof Ackermann. (red)/Foto: Bistum Trier