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Bomber über Bitburg

Ein Bild aus den letzten Monaten des 2. Weltkrieges: Amerikanische Bomber über der verschneiten Eifellandschaft, aus den brennenden Trümmern von Bitburg steigt schwarzer Rauch auf.Foto: US-Army
Ein Bild aus den letzten Monaten des 2. Weltkrieges: Amerikanische Bomber über der verschneiten Eifellandschaft, aus den brennenden Trümmern von Bitburg steigt schwarzer Rauch auf.Foto: US-Army
BITBURG. (red) Einblicke in Bitburgs "Trümmerzeit": Am Sonntag, 23. Januar, gibt es die nächste Führung durch die aktuelle Ausstellung im Kreismuseum Bitburg-Prüm.

Vor 60 Jahren, am 21. Januar 1945, erschien dieses Foto (siehe unten) auf der Titelseite der amerikanischen Truppenzeitung "Stars and Stripes". Es zeigt den letzten großen Angriff vom 14. Januar, als 32 Flugzeuge eine Last von 180 Bomben auf die Stadt warfen. 500 Pfund brachte jede der Bomben auf die Waage. Seit Beginn der Ardennenoffensive kurz vor Weihnachten 1944 war die Eifel wochenlang das Ziel schwerer Luftangriffe. Die Zeitung schrieb dazu: "A 26 Invaders der 409. Bombergruppe dröhnen über dem deutschen Verkehrsknotenpunkt Bitburg, nachdem sie ihre Ladung haben fallen lassen. Invaders spielten eine wichtige Rolle beim Vernichten von Rundstedts Nachschublinie zur Ardennenoffensive." Fast sämtliche Einwohner hatten Bitburg damals schon verlassen. Auf die Bombardierungen folgte ein mehrere Wochen andauernder Artillerie-Beschuss, bis die Amerikaner die Stadt einnehmen konnten. Mit zahlreichen Originalobjekten, Fotos und Dokumenten lässt die neue Ausstellung "Trümmerzeit" im Kreismuseum Bitburg-Prüm (der TV berichtete) in Bitburg die Ereignisse in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs noch mal lebendig werden. Die Ausstellung gibt Einblicke in die militärischen Planungen der Alliierten und zeigt, wie die Menschen in der Eifel den Krieg erlebt haben. Am Sonntag, den 23. Januar, 15 Uhr, findet die nächste öffentliche Führung durch die Ausstellung "Trümmerzeit" statt. Das Museum ist zur Zeit samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet, ab März täglich (außer dienstags) von 14 bis 17 Uhr. Führungen und Gruppenbesuche sind nach Vereinbarung unter Telefon 06561/683888 auch außerhalb dieser Zeiten möglich.