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Bremse für Raser: Gransdorfer verschieben Ortseingang

Neuer Platz für Ortseingangsschild: Ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei montiert das neue Schild. Das alte ist links hinten noch zu sehen. TV-Foto: Isa-Catharina Hoff
Neuer Platz für Ortseingangsschild: Ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei montiert das neue Schild. Das alte ist links hinten noch zu sehen. TV-Foto: Isa-Catharina Hoff
Gransdorf. Nach vier Monaten Warten hat eines der Gransdorfer Ortseingangsschilder an der K 90 einen neuen Platz. So sollen Autofahrer gezwungen werden, früher als bisher die Geschwindigkeit zu verringern.

Gransdorf. Das Wetter könnte besser sein. "Zum Glück habe ich das Loch schon letzte Woche ausgehoben", sagt Thorsten Niederprüm von der Straßenmeisterei Kyllburg, als er das brandneue Ortsschild in den Boden steckt.
Fast vier Monate, nachdem die Behörden nach einer Besichtigung der Gefahrenstelle beschlossen haben, die Situation auf der K90 am Hof Eulendorf zu entschärfen, hat sich etwas getan. Das Ortseingangsschild der 300-Einwohner-Gemeinde ist versetzt worden. Der Ort in der Verbandsgemeinde (VG) Kyllburg beginnt jetzt 25 Meter weiter vorne für Autofahrer, die von der Landesstraße 35 nach Gransdorf kommen. Auf diese Weise sollen Fahrer früher abbremsen müssen. "Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass noch etwas passiert", sagt Anwohner Günther Schottten. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass es im Oktober des vergangenen Jahres zu der Verkehrsschau kam. Mehrere Katzen waren von schnell fahrenden Autos überfahren worden. Jetzt hat es nach Angaben von Schotten erneut zwei Tiere erwischt. Die Versetzung des Ortsschildes sieht er aber mit
gemischten Gefühlen: Aus seiner Sicht ist das "reiner Aktionismus". In anderen Gemeinden, so Schotten weiter, werden Geschwindigkeitsmessgeräte aufgestellt. Für Bernd Spindler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kyllburg, stellt sich die Situation anders dar: "Die bei der Verkehrsschau anwesenden Behörden und Personen haben uns davon abgeraten, weitere Maßnahmen zu ergreifen." Neben Vertretern des Landesbetriebs Mobilität (LBM), der Verbandsgemeinde Kyllburg, der Polizei Bitburg, der Kreisverwaltung und der Straßenmeisterei war auch Bürgermeister Friedebert Spoden anwesend.
Auch er sieht die Verkehrssituation weniger dramatisch. Dennoch werde das Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung noch einmal angesprochen. Eine Geschwindigkeitsmessung der Polizei wird es laut dem Ältestenrat der VG nicht geben. Die Entscheidung über das Aufstellen eines mobilen Messgeräts hängt jetzt vom Gemeinderat ab. isa