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Brückenerneuerung: Das Niederweiser Provisorium an der B257 steht

Voraussichtlich ein Jahr lang wird der Verkehr über die Behelfsbrücke umgeleitet. TV-Foto: Uwe Hentschel
Voraussichtlich ein Jahr lang wird der Verkehr über die Behelfsbrücke umgeleitet. TV-Foto: Uwe Hentschel FOTO: Uwe Hentschel (uhe) ("TV-Upload Hentschel"
Niederweis. Entlang der B 257 in Höhe Niederweis wird der Verkehr demnächst über eine Behelfsbrücke umgeleitet. Grund dafür ist die komplette Erneuerung der eigentlichen Brücke über die Nims. Uwe Hentschel

Eine Brücke zu errichten geht ganz schnell. Im Fall der neuen Nimsbrücke bei Niederweis war das jedenfalls so. Innerhalb weniger Wochen war das Bauwerk, über das demnächst täglich mehr als 8000 Fahrzeuge fahren werden, fertig. Was allerdings auch darin liegt, dass es sich bei diesem Konstrukt um eine gemietete Behelfsbrücke handelt. Diese besteht aus mehreren Fertigbauteilen, ist deshalb vergleichsweise schnell aufgebaut, um so ihren Zweck zu erfüllen. Im konkreten Fall besteht dieser Zweck darin, das benachbarte Bauwerk vorübergehend zu ersetzen.

Die eigentliche Nimsbrücke, über welche die B 257 zwischen Alsdorf und Niederweis geführt wird, muss nämlich komplett erneuert werden. Das war so ursprünglich nicht geplant, ist aber laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) die sinnvollste Lösung. Wie Uwe Kirsten vom LBM erklärt, hätte man die ohnehin sanierungsbedürftige Brücke für den dort geplanten dreispurigen Ausbau der B 257 verbreitern und auch verstärken müssen, um sie der heutigen Verkehrslast anzupassen. Aus diesem Grund sei es wirtschaftlich sinnvoller, die derzeitige Brücke komplett abzureißen und durch eine neue, zeitgemäße zu ersetzen. Rund zwei Millionen Euro sind für dieses Projekt veranschlagt. Und nachdem jetzt die Behelfsbrücke sowie die frisch asphaltierte Umgehungsstrecke soweit fertig sind, soll der Verkehr demnächst umgeleitet werden. Eine Einschränkung für den Schwerlastverkehr gibt es dabei aber nicht. "Die Behelfsbrücke kann genau so genutzt werden wie die andere auch", sagt Kirsten, der mit einer Bauzeit von gut einem Jahr rechnet. Die Erneuerung der Nimsbrücke ist ein weiterer Baustein in dem dreispurigen und kreuzungsfreien Ausbau der B 257 zwischen Bitburg und Echternach, mit dem die Bundesstraße sicherer werden soll. Laut LBM soll im Anschluss an den Brückenbau 2018 mit der neuen Anschlussstelle südlich von Alsdorf begonnen werden.

Diese kreuzungsfreie Anbindung soll den derzeitigen B 257-Anschluss zwischen Alsdorf und Wolsfeld ersetzen. Ebenfalls kreuzungsfrei umgestaltet werden sollen auch die Anschlüsse nördlich von Wolsfeld sowie in Höhe Messerich, wo im Gegenzug einer der derzeit zwei B 257-Knotenpunkte zurückgebaut werden soll. Nach Aussage von Kirsten sind diese beiden Anschlüsse für 2019 geplant. Das gilt auch für den dreispurigen Ausbau der Bundesstraße in Höhe Alsdorf/Niederweis sowie den Rückbau der alten Eisenbahnbrücke, die zwischen Niederweis und Irrel über die B 257 führt. "Wir wollten die Brücke schon früher zurückbauen, haben das aber verschoben", sagt Kirsten. Der Grund: "Wir müssen dafür die B 257 komplett sperren", so der LBM-Mitarbeiter, "weshalb es sich anbietet, das im Zuge des dreispurigen Ausbaus zu machen."Extra: ENTFERNUNG DER EISENBAHNBRÜCKE

Die Eisenbahnbrücke südlich von Niederweis ist Bestandteil der ehemaligen Nims-Sauertal-Bahn, die einst von Erdorf bis nach Igel führte. Die Trasse wurde vor gut 30 Jahren stillgelegt und wird heute größtenteils als Radweg genutzt - was allerdings nicht für die Stahlbrücke gilt. Diese ist gesperrt, wird aber nicht nur entfernt, weil sie nicht mehr benötigt wird, sondern auch, weil sie im Weg steht. Genau an dieser Stelle ist die mit Abstand schärfste Kurve der B257 zwischen Bitburg und Echternach. Und diese Kurve soll nach dem Abriss der Brücke entschärft werden.