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Bürger wollen mehr Grün

Schleid ist derzeit eine große Baustelle. Darauf weisen auch auf dem Weg in die kleine Ortsgemeinde schon zahlreiche Schilder hin. TV-Foto: Jens Klein
Schleid ist derzeit eine große Baustelle. Darauf weisen auch auf dem Weg in die kleine Ortsgemeinde schon zahlreiche Schilder hin. TV-Foto: Jens Klein
In einer Bürgerversammlung im Gemeindehaus Schleid haben sich die Anwohner über die geplanten Straßenbau-Projekte im Dorf informiert und über Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung diskutiert.

Schleid. (jk) Jede Hauptverkehrsstraße in Schleid erhalte eine Breite von 5,25 Metern, betonte Marco Müller vom Ingenieurbüro Ralf Karst während seiner Präsentation der geplanten Straßenbauarbeiten. Obwohl links und rechts jeweils ein halber Meter als befahrbare Straßenrinne dient, sollten Autos und Traktoren dort also problemlos aneinander vorbeikommen.An bestimmten Engstellen, die sich zumeist durch die dichte Bebauung im Dorf ergeben, wird dies jedoch schwierig. So muss die Fahrbahn beispielsweise im Bereich der Bruchsteinmauer in der Hauptstraße verengt werden. An der schmalsten Stelle beträgt die Breite voraussichtlich nur noch ungefähr drei Meter. "Wir bauen eine neue Straße, und dann muss man sich auch an die Vorgaben halten", erklärte Müller die Tatsache, dass die neuen Fahrbahnen aufgrund der Mindestabstände zu Gebäuden teilweise sogar schmaler als die alten sein werden. 50 Zentimeter müsse der Abstand zwischen Haus und Fahrbahnrand betragen, damit die Gemeinde im Falle eines Unfalls nicht haftbar gemacht werden könne.Die ersten Straßen sollen im Herbst dieses Jahres fertig sein. Darunter befinden sich unter anderem die Ginneberger Straße, die Hauptstraße und "Zur Mittelwiese". Sobald die Hauptzufahrtsstraßen wieder passierbar sind, wird an anderer Stelle weitergebaut.Nachdem schon in einer Bürgerversammlung im Dezember 2006 der Wunsch nach Verkehrsberuhigung geäußert worden war, hatte die Gemeinde an verschiedenen Stellen testweise Asphalt-Rampen installieren lassen. Lebhaft debattiert wurde die Frage, ob diese Rampen oder doch eher andere Hilfsmittel zukünftig zur Reduzierung der Geschwindigkeit in Schleid führen sollen. Den "Hubbeln" aus Asphalt erteilten die Anwohner schnell eine klare Absage, da durch sie eine zu hohe Geräuschbelastung entstehe. Zudem sei die Überquerung gerade für Traktor-Fahrer mitunter äußerst schmerzhaft. Stattdessen plädierten die Bürger für versetzte Straßenverengungen mit Bepflanzung. Bedenken des Gemeinderats, dadurch hohe Pflege- und Wartungskosten zu verursachen, räumte Wolfgang Klaas von der VG Bitburg-Land mit einem Erfahrungsbericht aus: "Die wenigsten Anlagen verwahrlosen." Die Pflege werde meist von den Anwohnern übernommen. Nun werden einige Gestaltungsvorschläge erstellt und den Bewohnern präsentiert.