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Kommunalpolitik
Debatte um Idee für einen Lärmwall an der B 50 bei Bitburg

 Die B50 bei Bitburg: Zu dieser Strecke gibt es eine Debatte über die Idee, dort einen Lärmschutzwall zu errichten.
Die B50 bei Bitburg: Zu dieser Strecke gibt es eine Debatte über die Idee, dort einen Lärmschutzwall zu errichten. FOTO: Lars Ross
Bitburg. Das könnte passen: Auf der einen Seite muss viel Erdreich weggeschaufelt werden, während auf der anderen Seite genau das gebraucht wird, um einen Lärmwall aufzutürmen. Warum also nicht beide Projekte miteinander verbinden? Von Dagmar Dettmer
Dagmar Schommer

Das haben sich die Besitzer des Grundstücks an der Ecke Saarstraße/Industriestraße gedacht, die dort einen Neubau für einen Supermarkt bauen wollen und dafür erstmal eine ebenerdige Fläche schaffen müssen. In Stahl wiederum gibt es die Idee, entlang der B 50 einen Lärm- und Sichtwall zur Bundesstraße hinzuschaffen. Und zwar im Bereich des neuen Kreisels beim Hahnenberg.

Ein solcher Wall würde nicht nur den Lärm mindern, sondern auf der Wallkrone ließe sich ein Rad- und Fußweg anlegen. Immer wieder sind Fußgänger an der Bundesstraße Richtung Innenstadt unterwegs. Das bestätigt auch der Stahler Ortsvorsteher Willi Heyen: „Die laufen da teilweise durch den Kreisverkehr.“ Heyen ist für den Wall: „Das wäre auf jeden Fall eine Verbesserung. Ich bin sehr froh, dass sich diese Möglichkeit durch eine private Baumaßnahme ergibt und sehe keinen Nachteil.“ Im Gegenteil: Sollte sich Stahl an dieser Stelle erweitern wollen, gäbe es dort auch gleich einen Lärmschutz. Lediglich ein Mitglied des Ortsbeirates hatte gegen den Wall gestimmt.

Im Bauausschuss ging das Thema dennoch nicht so einfach durch. Was, wenn das Erdreich, das in der Saarstraße ausgebaut wird, belastet ist? Schließlich hat auf dem Gelände zuvor ein Entsorgungsbetrieb gesiedelt. Diese Frage treibt Peter Kockelmann (Liste Streit) um: „Wir wissen doch alle, wo der Boden herkommt. Da geht jeder davon aus, dass das Dreck ist.“

Vorteil bei der Kooperation: Die Investoren würden den Bau des Walls finanzieren. Die Stadt müsste den Fuß- und Radweg bezahlen und für die Unterhaltung aufkommen. Und, wie Bauamtsleiter Berthold Steffes erklärt: „Der Boden wird geprüft, bevor er eingebaut wird. Das ist klar geregelt, was eingebaut werden darf.“  Am Ende stimmt der Bauausschuss bei fünf Gegenstimmen (Liste Streit und Grüne) für den Wall. Morgen entscheidet darüber abschließend der Stadtrat.

Der Bitburger Stadtrat tagt am morgigen Donnerstag, 21. Februar, 17 Uhr, im Rathaus. Auf dem Programm steht unter anderem auch eine Präsentation der Pläne für das Einkaufszentrum Bit-Galerie.