| 21:07 Uhr

"Defi" als ständiger Begleiter

Stolz präsentieren Alexander Schaal, Paul Ewen, Jürgen Hotz, Thomas Lamberty und Elmar Gierens – die Ersthelfer des DRK Neuerburg – ihre fünf neuen Defibrillationsgeräte. Mit im Bild sind links Ortsvereinsvorsitzender Günter Kessler und Bürgermeister Norbert Schneider sowie rechts Heiner Weides vom DRK Bitburg. Foto: Waltraud Ewerhardt
Stolz präsentieren Alexander Schaal, Paul Ewen, Jürgen Hotz, Thomas Lamberty und Elmar Gierens – die Ersthelfer des DRK Neuerburg – ihre fünf neuen Defibrillationsgeräte. Mit im Bild sind links Ortsvereinsvorsitzender Günter Kessler und Bürgermeister Norbert Schneider sowie rechts Heiner Weides vom DRK Bitburg. Foto: Waltraud Ewerhardt
NEUERBURG. (ew) Neue Geräte für die Ersthelfer: Die fünf so genannten "First Responder" in der Verbandsgemeinde (VG) Neuerburg sind vom DRK-Ortsverein Neuerburg mit Früh-Defibrillatoren ausgestattet worden.

Nein - das ist kein besonderer Service, den die Neuerburger VG-Verwaltung ihren Kunden bietet. Dass jemand, der dort einen Herzstillstand erleidet, auf sehr schnelle Hilfe bauen kann, ergibt sich schlicht aus der Tatsache, dass Verwaltungs-Mitarbeiter Alexander Schaal beim DRK Neuerburg als so genannter "First Responder" (zu deutsch: Ersthelfer) ehrenamtlich tätig ist. Wie seine vier Kollegen in der Verbandsgemeinde verfügt er nun über einen neuen Früh-Defibrillator. Alle Ersthelfer haben ihre Geräte stets in Reichweite dabei. Wenn Schaal seinen Dienst in der Verwaltung beendet, nimmt er seinen Defibrillator, kurz "Defi" genannt, mit nach Hause nach Uppershausen. Die vier anderen Ersthelfer wohnen in Ferschweiler (Elmar Gierenz und Jürgen Hotz), in Bettingen (Paul Ewen) und in Neuerburg (Thomas Lamberty). Wer Hilfe braucht, sollte laut DRK aber nicht die Ersthelfer direkt alarmieren, sondern den üblichen Notruf absetzen. Die Leitstelle benachrichtigt neben dem Rettungsdienst auch einen der Ersthelfer. Alle Ersthelfer sind zusätzlich zu ihrer Sanitäterausbildung in der Handhabung des Defibrillators geschult. Norbert Schneider, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Neuerburg, und der DRK-Ortsvorsitzende Günter Keßler begrüßten bei der Übergabe der Geräte die Anschaffung der Defibrillatoren. Die Kosten betrugen 5700 Euro, die durch Spenden sowie eine Beteiligung der Verbandsgemeinde-Verwaltung finanziert wurden. Um das Netz der Ersthelfer weiter auszubauen, sucht der Ortsverein Neuerburg Interessierte, die bereit sind, diesen ehrenamtlichen Dienst zu übernehmen. Gerade für den südlichen Bereich der Verbandsgemeinde werden Helfer gesucht, die vor Ort schnelle Erste Hilfe leisten können. Die ehrenamtlich tätigen Ersthelfer werden regelmäßig geschult und arbeiten Hand in Hand mit den Rettungsdiensten zusammen. Noch bevor der Rettungsdienst eintrifft, kann der Ersthelfer lebensrettende Maßnahmen einleiten. Seit knapp vier Jahren setzt der Ortsverein Neuerburg Ersthelfer ein und hat damit gute Erfahrungen gemacht. Doch bisher stand dem Ortsverein nur ein mobiler "Defi" zur Verfügung. Das hat sich mit der Anschaffung von vier neuen Geräten nun geändert. Wer sich für die Arbeit des DRK-Ortsvereins interessiert, kann sich an den verantwortlichen Bereitschaftsleiter Elmar Gierenz wenden (Telefon 06525/79128) oder an einem Gruppenabend im Gemeinschaftsraum des DRK-Ortsvereins teilnehmen.