| 20:38 Uhr

Der Mensch und sein Verhältnis zur Welt: Eine Ausstellung

Schwimmer-Büste von Carole Feuerman. Foto: Privat
Schwimmer-Büste von Carole Feuerman. Foto: Privat FOTO: (g_kultur
Bitburg. Die Welt als Bühne: Am Sonntag, 24. April, eröffnet im Haus Beda in Bitburg eine Ausstellung mit Arbeiten dreier Künstlerinnen. Gudrun Kemsa, Carole Feuerman und Veronika Veit zeigen in Fotografie, Video und Skulptur das Zusammenspiel von Mensch und Welt.

Bitburg. Die Künstlerinnen kommen aus Düsseldorf, München und New York, sie zeigen Skulpturen, Foto- und Videokunst - und das Verbindende bei dieser Ausstellung im Haus Beda, das ist der Mensch: Dort, wo die Kunstformen in eine wechselseitige Beziehung zueinander treten, geben sie dem Betrachter einen Eindruck vom Zusammenspiel von Raum und Figur.
Die Düsseldorfer Künstlerin Gudrun Kemsa zeigt auf ihren in New York und Paris entstandenen Fotografien Menschen in Bewegung vor urbaner Kulisse. Die typisierten Figurenpanoramen entstehen aus einer weiten räumlichen Distanz und werden meist in der Mittagszeit unter hellem, scharfem Licht aufgenommen. Auf diesen flächigen Bildern erscheint alles in Ordnung, friedlich, lautlos und außer der Zeit. Die Arbeiten wirken inszeniert, aber es handelt sich um tatsächliche Personen aus dem Straßenbild. Ergänzend werden vier Video-Arbeiten der Künstlerin über Manhattan gezeigt, die das pulsierende Leben der Metropole New York mitsamt der vor Ort eingefangenen Geräusche eindrucksvoll vermitteln.
Von der New Yorker Bildhauerin Carole Feuerman werden hyperrealistische menschliche Büsten gezeigt, die losgelöst aus ihrem Umfeld wie Wesen von einem anderen Stern erscheinen und doch frappierend real wirken. Die handwerklich perfekten, täuschend echten Schwimmer mit den auf der Haut abperlenden Wassertropfen sind das ideale Pendant zu Gudrun Kemsas im Nachtlicht aufgenommenen, paradiesisch anmutenden Hotelpools.
Dagegen ist für die im Maßstab proportional verkleinerten, realistischen Menschenfiguren aus Holz und Stoff der in München lebenden Bildhauerin Veronika Veit der Ausstellungsraum selbst die Bühne. Wie wirkliche Ausstellungsbesucher verteilen sich ihre Figuren im Raum: Ganz selbstverständlich stehen oder sitzen sie alleine oder in Gruppen zwischen den Exponaten. Jede Figur ist eine individuelle Persönlichkeit für sich, trotzdem charakterisieren die 15 Männer und Frauen auch verschiedene Typen. eib
Die Ausstellung ist von Sonntag, 24. April, bis Sonntag, 3. Juli, zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 15 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und feiertags 14 bis 18 Uhr.