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| 21:34 Uhr

Die Nacktheit der Eva

Bei der Kunst-Ausstellung im Museum in der Warte-Halle treffen moderne Fotografie und uralter Holzschnitt aufeinander. Foto: privat
Bei der Kunst-Ausstellung im Museum in der Warte-Halle treffen moderne Fotografie und uralter Holzschnitt aufeinander. Foto: privat
Das Museum in der Warte-Halle zeigt ab Samstag die Werke der luxemburgischen Künstler Luc Ewen und Jerry Frantz. Dabei geht es um die Frage, wie sich "die Nacktheit der Eva" künstlerisch gestalten und öffentlich zeigen lässt. Die moderne Fotografie und das uralte Mittel des Holzschnitts treten dabei in ein facettenreiches Wechselgespräch.

Welchenhausen. (red) Luc Ewen und Jerry Frantz zählen seit langem zum Kreis der renommierten Kunstschaffenden im Großherzogtum Luxemburg. Mehrfach wurden die beiden, die häufig gemeinsame Konzepte realisieren, mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Für eine neue Ausstellung im Museum in der Warte-Halle haben sie sich erneut zusammengetan. Dabei befassen sich die Künstler mit der - seit dem Mittelalter - brisanten Frage, wie sich das "Weibliche" künstlerisch gestalten und öffentlich zeigen lässt.Luc Ewen präsentiert Fotografien von Frauen, die schemenhaft oder traumhaft verschleiert aus den tiefen Kammern des Unterbewusstseins heraufzutauchen scheinen. Was seine Fotos an der Oberfläche zeigen, erzeugt Assoziationen und Eindrücke, Töne oder auch Düfte, so wie die beim plötzlichen Auffinden von längst Verschollenem, das aus tiefsten Erinnerungen herauftaucht. Das macht die ausdrucksstarken Werke Ewens - da sie an tief Menschliches rühren - gleichzeitig reizvoll und fremd.Jerry Frantz stellt diesen Fotografien Holzschnitt-Drucke gegenüber. Er hat erotische Internet-Fotos in das alte Medium "zurückübersetzt". Zwar behalten die Bilder ihren Inhalt, aber das Plump-Primitive der anonymen Vorlagen wird durch den Zeichenstrich des Künstlers aufgehoben. Jerry Frantz' Arbeiten sind kritische Interpretationen des Internets. Gleichzeitig verweisen sie auf jene Zeiten, in denen der Holzschnitt das Massenmedium war. Damals galt nach den herrschenden kirchlichen Normen die Darstellung des Nackten als öffentliche Sünde. Vor diesem Hintergrund sind die Arbeiten eine Auseinandersetzung mit heutigen Sichtweisen. Darüber hinaus stellen sie die alte Frage, wie sich der unbekleidete Mensch in der Kunst zeigen lässt. Beide Künstler geben in ihrer Doppelausstellung in Welchenhausen darauf eine entschiedene Antwort - jeder auf seine eigene Weise.Eröffnung ist am Samstag, 3. Mai, um 16.30 Uhr.

Bei der Kunst-Ausstellung im Museum in der Warte-Halle treffen moderne Fotografie und uralter Holzschnitt aufeinander. Foto: privat
Bei der Kunst-Ausstellung im Museum in der Warte-Halle treffen moderne Fotografie und uralter Holzschnitt aufeinander. Foto: privat