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Die süße Kühlung an der heißen Baustelle: Eis trotz Baustelle in der Bitburger Innenstadt

Treffpunkt Eisdiele: Da sitzen auch Michael Raskopp und Klaus Hoffmann (Firma Wadle) mit Ralf Mayeres von der Stadt gerne für eine Besprechung – während der junge Kollege fleißig weiter Sand verteilt. TV-Foto: Dagmar Schommer
Treffpunkt Eisdiele: Da sitzen auch Michael Raskopp und Klaus Hoffmann (Firma Wadle) mit Ralf Mayeres von der Stadt gerne für eine Besprechung – während der junge Kollege fleißig weiter Sand verteilt. TV-Foto: Dagmar Schommer FOTO: (e_bit )
Bitburg. Bei schönstem Wetter wird in Bitburgs Fußgängerzone genau vor der Eisdiele gebaggert. Die Gäste schlecken ihr Eis und schauen sich an, wie es bei dem 700 000-Euro-Projekt voran geht. Adrian Froschauer

Ein Brummen, ein Rumpeln und - ein Schlürfen? Ein junger Mann trinkt vor dem Eiscafé Lobia in der Bitburger Fußgängerzone einen Eiskaffee und beobachtet die Bauarbeiten nebenan. Die Besucher sitzen auf roten Stühlen mitten im Schotter zwischen Baggern, Rohren und Kabeltrommeln. Die anliegenden Häuser bekommen im Zuge des großen Ausbaus der Fußgängerzone einen neuen Wasseranschluss und schnelles Internet. Trotz des Lärms und Staubs sitzen hier Tag für Tag Gäste in der Sonne. Auch die Bauarbeiten machen hier mal Kaffeepause.

Während ein Bagger durch den Asphalt buddelt, buddeln Melissa Scharding und Natascha Kickert mit Löffeln in ihren Bechern. "Das Eis ist richtig lecker hier", sagt Scharding. "Da ist mir die Baustelle relativ egal." Kickert stimmt ihr zu: "Wenn hier nun mal gearbeitet wird, dann muss man halt für die Zeit damit leben. Das Eis gleicht's ja aus." So denken nicht alle: "Wenn es sehr laut wird, beschweren sich die Leute schon mal oder setzen sich rein", erzählt Tatjana Lobia, Besitzerin der Eisdiele. "Es kommen auch etwas weniger Leute als sonst." Sie hatte gehofft, dass die Arbeiten früher beginnen. "Jetzt fallen sie mitten in die Saison."

Diese Woche wird die Mittelrinne gesetzt. "Ab kommender Woche", erklärt Klaus Hoffmann von der Firma Wadle, "fangen wir dann an zu pflastern." Für die Eisdiele bedeutet das: In drei Wochen ist diese Straßenseite von Messerich bis zum Petersplatz komplett durch. Dann kann der Sommer kommen.

Manche Eisesser freuen sich jedoch sogar über die Baustelle. "Für die Kinder ist das natürlich richtig cool", sagt Scharding. Leckeres Eis löffeln und großen Baumaschinen bei der Arbeit zuschauen. Was will man mehr?