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Freizeit
Gleich zwei Feste fallen erfolgreich ins Wasser

39 Teams aus sieben Vereinen sind beim Rettungswettkampf in Echternacherbrück dabei.
39 Teams aus sieben Vereinen sind beim Rettungswettkampf in Echternacherbrück dabei. FOTO: Uwe Hentschel
ECHTERNACHERBRÜCK/OBERWEIS. Sowohl die DLRG Oberweis als auch die DLRG Echternacherbrück/Irrel haben am Wochenende ihr Sommerfest gefeiert.

(uhe) Drei Rettungspuppen liegen auf dem Grund des Schwimmbeckens. Gut 30 Kilo wiegt jede von ihnen.

Drei junge Schwimmerinnen tauchen nach unten, ziehen die orangen Puppen an die Wasseroberfläche und warten dann am Beckenrand auf das Startsignal. Das erfolgt wenige Sekunden später, und schon geht es los. Rückwärts schwimmend ziehen die Mädchen den gut einen Meter langen Kunststofftorso samt Kopf hinter sich her. 25 Meter bis zur anderen Seite des Schwimmerbeckens. Dort warten dann schon die Teamkollegen, die mit der Puppe wieder zurückschwimmen.

„Insgesamt 39 Mannschaften aus sieben Vereinen treten bei diesem Wettbewerb in vier Disziplinen gegeneinander an“, erklärt Ina Thiex. Sie gehört zum Team der DLRG Echternacherbrück/Irrel, die diesen Rettungswettkampf im Echternacherbrücker Freibad veranstaltet. Drei Tage lang feiert die DLRG dort ihr Sportfest.

Und der Wettbewerb, dem danach der Auftritt einer trinkfesten Big Swing Band aus den Niederlanden folgt, ist einer der festen Bestandteile dieser Traditionsveranstaltung. Genau wie die Open-Air-Disko am Abend davor und das Unterwasser-Bierfassrollen am Tag darauf.

Bei diesem Bierfassrollen des Öfteren mit dabei ist auch die befreundete DLRG-Ortsgruppe aus Oberweis. In diesem Jahr jedoch wird daraus nichts. Denn die Oberweiser feiern am gleichen Wochenende wie die Kollegen aus Echternacherbrück und Irrel.

Wofür es auch einen ganz einfachen Grund gibt, wie Bruno Leisen, Vorsitzender der DLRG Oberweis erklärt. „Natürlich versuchen wir schon, die Feste möglichst nicht zeitgleich zu veranstalten“, sagt Leisen. „Doch genau an diesem Wochenende sind hier in Oberweis die meisten Holländer auf dem Campingplatz – genau wie in Echternacherbrück“, so der Vereinsvorsitzende. Und da die Niederländer bei den Festen die größte Besuchergruppe seien und für die DLRG wiederum das Schwimmfest die größte Einnahmequelle sei, müsse man die Veranstaltung eben so legen, dass möglichst viele kommen.

Was jedoch die Programmpunkte betrifft, so gibt es zumindest hier kaum Überschneidungen. Während in Echternacherbrück am Sonntagmittag die Bierfässer durchs Becken gerollt werden, beginnt in Oberweis der gemütliche Familiennachmittag mit Kaffee und Kuchen.

Und der DJ legt in Oberweis auch erst samstags auf. Zuvor aber steht zunächst noch das Spiel ohne Grenzen an, bei dem die Teilnehmer in Teams ihr eigenes Schlauchboot erst mit der kompletten Besatzung umkippen und danach wieder aufrichten und draufklettern müssen.

Das Ganze sieht längst nicht bei allen Teilnehmern wirklich filigran aus, doch die Teams, die mit viel Spaß dabei sind, scheuen keine Flüssigkeit - weder die im Becken noch danach die in den Bier- und Cocktailgläsern.

Beim Spiel ohne Grenzen in Oberweis müssen  die Teilnehmer ihr Schlauchbott komplett drehen.
Beim Spiel ohne Grenzen in Oberweis müssen die Teilnehmer ihr Schlauchbott komplett drehen. FOTO: Uwe Hentschel