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Ein Quartett feiert Premiere - in Gillenfeld

Frank Laufenberg und Hermann-Josef Haller (von links) zeigen in Laufenbergs Radiostudio ein Plakat zur Premiere des Formats Musikalisches Quartett. Die Sendung wird am 12. Oktober in Gillenfeld aufgezeichnet. TV-Foto: Petra Willems
Frank Laufenberg und Hermann-Josef Haller (von links) zeigen in Laufenbergs Radiostudio ein Plakat zur Premiere des Formats Musikalisches Quartett. Die Sendung wird am 12. Oktober in Gillenfeld aufgezeichnet. TV-Foto: Petra Willems FOTO: (m_wil )
Wittlich/Bitburg/Gillenfeld. Die Offenen Kanäle Wittlich und Bitburg starten ein neues Format. Beim ersten Musikalischen Quartett, das in der Pulvermaar-Gemeinde aufgezeichnet wird, geht es um irische Musik. Mit dabei: bekannte Gesichter aus Funk und Fernsehen. Petra Willems

Wittlich/Bitburg/Gillenfeld Was hat irische Musik mit kölschem Karneval zu tun? "Ganz schön viel", sagen Hermann-Josef Haller vom Offenen Kanal Wittlich und der bekannte Radiomoderator Frank Laufenberg, der mittlerweile in Laufeld lebt, unisono und wie aus der Pistole geschossen.
Beide gehören zum Organisationsteam des neuen Sendeformats "Das musikalische Quartett" der Offenen Kanäle Wittlich und Bitburg. Das Thema der Premieren-Talkrunde am 12. Oktober ist irische Musik.
"Viele kölsche Karnevalslieder basieren auf irischer Musik", sagt Laufenberg, der unter anderem bei SWR3, dem ZDF, RPR1 und Sat1 moderierte (siehe Info) und in Köln aufgewachsen ist. Haller stimmt ihm nickend zu.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass ursprünglich Bömmel Lückerath von der Kölner Band Black Fööss bei der Aufzeichnung am 12. Oktober mit am Talktisch sitzen sollte. "Seine Frau hat direkt für ihn zugesagt. Leider hat sie übersehen, dass die Band an diesem Abend einen Auftritt hat", sagt Laufenberg und lacht. Und so komplettiert Musiker James Sexton am 12. Oktober die Gruppe, die neben Laufenberg aus dem Talkmaster Hans Meiser sowie aus Fernsehmoderator und -produzent Pit Weyrich besteht. Alle beide sind Freunde von Frank Laufenberg.
"Hans Meiser kenne ich seit 1970, wir waren zusammen beim SWR", erzählt Laufenberg. "Wir haben viel zusammen erlebt." Pit Weyrich sei ein "unheimlich freundlicher Mensch", der nicht nur im Radio viel davon erzähle, was er mit Menschen erlebt hat. So wird zum Beispiel zum Todestag von Udo Jürgens auf Laufenbergs Internetradio Popstop eine Sendung von Weyrich zu hören sein, in der auch Jürgens' Tochter Jenny zu Wort kommt.
Das Konzept des Musikalischen Quartetts ist angelehnt an die Fernsehsendung "Das literarische Quartett", das früher im ZDF mit dem Kritiker Marcel Reich-Ranicki Erfolge feierte.
Seit drei Monaten arbeiten Hermann-Josef Haller und Laufenberg an der Umsetzung der Sendung, für die das Wittlicher Team des OK Verstärkung vom Offenen Kanal Bitburg bekommt. "Alleine wäre uns das Projekt zu groß", sagt Haller, der am Abend der Aufzeichnung die Koordination übernimmt und das Publikum befragt. Verantwortlich für die Produktion ist Edmund Bohr vom OK Bitburg, die Kameramänner kommen aus beiden Teams.
Das Ambiente der Premiere passt sich dem Thema des Abends an: der Irish Pub in Gillenfeld. "Bei dem Thema bot es sich an, es in Gillenfeld im Irish Pub zu machen", sagt Laufenberg.
Hat der Moderator — selten um ein Wort oder einen Witz verlegen — denn keine Angst, dass der Talkrunde die Themen ausgehen? "Nein, dafür haben wir ja Hans Meiser dabei. Der weiß immer was zu erzählen", sagt er und lacht. Und was passiert, wenn die Sendung beim Publikum gut ankommt, dass große Fernsehsender darauf aufmerksam werden? Die Kontakte wären dank Pit Weyrich ja schnell hergestellt. "Dann geben wir sie gerne ab", sagt Hermann-Josef Haller lachend. Doch erst einmal müsse die Premiere gut über die Bühne gehen, eine zweite Auflage zum Thema Bluesmusik ist für Frühjahr geplant. Ob es auch mal eine Sendung zum Thema Kölsche Karnevalslieder gibt ist allerdings fraglich.
Die Premiere des Musikalischen Quartetts mit Hans Meiser, Pit Weyrich, Frank Laufenberg und Gast James Sexton beginnt am Donnerstag, 12. Oktober, um 20 Uhr im Irish Pub in Gillenfeld, Pulvermaarstraße 18. Der Eintritt ist frei. Aufgezeichnet wird sie von den Offenen Kanälen Bitburg und Wittlich und dem Internetradio Popstop von Frank Laufenberg.
Extra: DIE EXPERTEN DES MUSIKALISCHEN QUARTETTS


Frank Laufenberg arbeitete von 1967 bis 1970 als Künstlerbetreuer für die Electrola. Später gehört er zu den Mitbegründern der Sendung "PopShop". Er moderierte zudem Sendungen im WDR-Fernsehen im Bayerischen Rundfunk, im ZDF oder bei Sat.1, arbeitete für den Radiosender RPR1, hatte einen Lehrauftrag zum Thema Popmusik an der Musikhochschule Karlsruhe. Zu seinem 65. Geburtstag, am 2. Januar 2010, moderierte Laufenberg seine letzte Sendung beim SWR. Seit 2013 sendet er auf seinem eigenen Internetradio "PopStop" ( <%LINK auto="true" href="http://www.popstop.eu" text="www.popstop.eu" class="more"%> ). Hans-Joachim Meiser (Foto: dpa) moderierte ab 1970 bei SWF3 in der Sendung "Pop Shop", damals noch als Jochen Meiser. Später wechselte er ins deutsche Hörfunkprogramm von RTL, von da an als Hans Meiser. Beim Fernsehsender RTL plus war er von 1984 bis 1992 Nachrichtenmann bei "7 vor 7” beziehungsweise "RTL aktuell”, moderierte von 1992 bis 2006 die Sendung "Notruf” sowie ab 1992 achteinhalb Jahre eine nach ihm benannte Talkshow. Pit Weyrich (Foto: dpa) begann 1969 als Kameramann. 1976 übernahm er beim ZDF die Regie beim "Liedercircus" und bei "Jazz im ZDF". Es folgten unter anderem Regiearbeiten für die ZDF-Hitparade, "Na sowas!", "Show Express" und "Lach mal wieder". 1986 trat er erstmals als Moderator in Aktion. Weyrich ist als Regisseur für die Gala-Shows von André Rieu verantwortlich und führte Regie bei den Festen der Volksmusik mit Florian Silbereisen oder im ZDF-Fernsehgarten.

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