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"Ein spiritueller Ort"

Christiane Hamann und Titus Lerner bei der Ausstellungseröffnung zur bildenden Kunst aus dem Weißenseifener Symposion.Foto: Anton Seiberts
Christiane Hamann und Titus Lerner bei der Ausstellungseröffnung zur bildenden Kunst aus dem Weißenseifener Symposion.Foto: Anton Seiberts
PRÜM/WEISSENSEIFEN. (sei) Seit 30 Jahren findet in der Weißenseifener Künstlersiedlung jährlich das älteste Symposion in Rheinland-Pfalz statt. Im zeitlichen Zusammenhang mit dem Kunstschaffen in der Eifeler Waldlichtung zeigt der Förderkreis im Prümer Haus der Kultur (Konvikt) Werke von 14 Künstlern.

Mit dem Weißenseifener Symposion ist ein Name besonders eng verbunden: Albrecht Klauer-Simonis. Er war es, der als Initiator und künstlerischer Leiter vor drei Jahrzehnten das Symposion ins Leben rief. Bürgermeister Aloysius Söhngen betonte in seinem Grußwort zur Ausstellungseröffnung, er habe 2002 nach dem Tod von Albrecht Klauer-Sinomis schon seine Bedenken gehabt: "Wie soll das jetzt weiter gehen?" Doch mit Christiane Hamann, die das Lebenswerk ihres Mannes fortführt, sieht er das Symposion in guten Händen. "Mit der Ausstellung fängt Frau Hamann dieses Jahr im Herzen des Prümer Landes an, das Symposion zu präsentieren. Es ist das Sichtbarmachen der Aktivitäten, die dort stattfinden. Weißenseifen ist ein spiritueller Ort", beschreibt er sein Interesse für die Waldlichtung zwischen Hersdorf und Mürlenbach - und seine Nähe zu ihr.Nicht auf einen Kurs festgelegt

Titus Lerner, ausstellender Künstler und ebenfalls wie der Bürgermeister von Hause aus Westerwälder, spricht von der Prümer Ausstellung als einem Ritual mit symbolträchtiger Wirkung: "Es geht um die Kunst. Ich trete an die Öffentlichkeit. Was ist das Symposion?" Hierbei denkt er auch, durch die Herstellung der Öffentlichkeit vermehrt an Fördergelder zu kommen. "Man muss es mit erleben. Jeder kann seine Ressourcen entdecken. Wir sind nicht auf einen Kurs festgelegt", wirbt er für das vier Wochen dauernde Symposion. Die Ausstellungseröffnung wurde von Rachel Brown, Flöte, und Maria Bande (Klavier), beide Mitglieder des Beda-Instituts, musikalisch umrahmt. Bis zum 15. August können die Arbeiten der 14 Künstler noch im Prümer Haus der Kultur besichtigt werden. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie sonntags von 14 bis 16 Uhr.