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Einbruchserie
Geht in der Eifel eine Verbrecherbande um?

FOTO: TV / Fritz-Peter Linden
Bitburg/Wittlich. Eine Einbruchserie in der Eifel beschäftigt derzeit mehrere Dienststellen der Polizei. Die Ermittler schließen nicht aus, dass eine Verbrecherbande hinter den Vorfällen steckt. Gefasst wurden die Täter noch nicht. Von Christian Altmayer
Christian Altmayer

Der achte Dezember 2018 ist ein dunkler Wintertag. Um 16.30 Uhr bricht die Nacht über der Eifel herein. In der Düsternis bemerkt niemand die Unbekannten, die in der Josef-Meeth-Straße in Wallscheid herumschleichen. Sie werden auch nicht entdeckt, als sie um ein Haus herumgehen. Mit einem Werkzeug hebeln sie ein Fenster auf und steigen hinein. Drinnen durchwühlen sie alle Regale und Schränke, nehmen mit, was sich zu Geld machen lässt.

Der Vorfall im Wittlicher Land ist einer der ersten in einer Serie von Einbrüchen in der Eifel. Danach schlugen Täter beinahe täglich in der Region zu. Unter anderem stiegen Kriminelle in Häuser in Bitburg, in Wittlich, Manderscheid, Speicher, Rittersdorf und Bengel ein.

Meist erbeuteten sie Geld, Schmuck, Uhren oder andere Wertgegenstände. In einigen Fällen scheiterten sie an den Sicherheitsvorkehrungen der Hauseigentümer – so etwa bei gleich zwei Gelegenheiten in Bitburg-Stahl (Info). Geschnappt wurde bislang aber noch niemand.

Insgesamt zählt die Kriminalpolizei Wittlich 44 Wohnungseinbrüche vom 1. Dezember bis zum 22. Januar rund um Bitburg, Wittlich, Daun und Prüm. Was laut dem Pressesprecher Peter Hundeck aber keine „bedenkliche Entwicklung“ sei. Vielmehr sei es normal, dass Einbrecher während der dunklen Monate Konjunktur haben.

Zum Vergleich: Im Schnitt waren es zu gleichen Zeiträumen in den vergangenen fünf Jahren 42,2 Fälle. Zwei Einbrüche mehr oder weniger – das seien die üblichen Schwankungen. Schwerpunkte in bestimmten Regionen ließen sich nicht ausmachen – auch wenn die meisten Taten gefühlt im Süden der Eifel verübt wurden. Bei einigen der Vorfälle scheinen die Einbrecher aber nach ähnlichem Muster vorgegangen zu sein. So verschafften sich die Unbekannten häufig durch aufgehebelte Terassentüren Zutritt zu den Anwesen.  Ein Indiz dafür, dass eine Verbrechergruppe mehrmals zugeschlagen hat?

Diese Frage zu klären, ist Aufgabe des Fachkommissariats Bandenkriminalität beim Polizeipräsidium Trier. Und ist sie geklärt? „Tatsächlich gehen die Kollegen in einzelnen Fällen von Tatzusammenhängen aus“, bestätigt Polizeisprecher Uwe Konz auf TV-Anfrage. Es gebe auch „vereinzelte Hinweise“ auf Bandenkriminalität

Welche Hinweise das genau sind, könne er „mit Blick auf den Schutz der Ermittlungen“ nicht verraten.

Klar scheint nur zu sein: Die Täter sind weiterhin auf freiem Fuß.

Wer Hinweise zu einem der vielen Vorfälle machen will, kann sich unter Telefon: 06571/95000 an die Kriminalinspektion Wittlich wenden