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Eine gute Partie

Matthias Gasper weiß, wie ein gutes Blatt gespielt wird: In der Seniorenklasse belegte der Skatspieler den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften und will im nächsten Jahr wieder angreifen. TV-Foto: Jörg Rossler
Matthias Gasper weiß, wie ein gutes Blatt gespielt wird: In der Seniorenklasse belegte der Skatspieler den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften und will im nächsten Jahr wieder angreifen. TV-Foto: Jörg Rossler
Zemmer-Rodt. Matthias Gasper spielt seit 60 Jahren Skat. Seine Erfahrung konnte er bei den Deutschen Einzelmeisterschaften im Skat gut gebrauchen. Der Spieler vom Skatclub Herzbube Bitburg belegte dort in der Seniorenklasse den dritten Platz. Jörg Rossler

Zemmer-Rodt. Ruhe bewahren, gute Karten und ein wenig Glück: das ist die Erfolgsformel von Matthias Gasper. Der passionierte Skatspieler hat mit seiner persönlichen Glücksformel nun den dritten Platz bei den Deutschen Skatmeisterschaften in der Seniorenklasse (60plus) erreicht.
Unverhofft kommt oft, so kann diese Erfolgsgeschichte überschrieben werden. Eigentlich war Gasper schon bei der Bezirksentscheidung gescheitert. Erst als Nachrücker kam er zum Landesentscheid und qualifizierte sich prompt für die Deutschen Meisterschaften, die in Ulm an der Donau ausgespielt wurden.
Einziger Eifeler


Der Skatspieler vom Skatclub Herzbube Bitburg reiste als einziger Eifeler zu den Einzelmeisterschaften an und konnte sich während der Finalrunde behaupten. Exakt 100 Skatspieler traten in der Seniorenklasse an, und Gasper übertrumpfte sie fast alle.
Pro Serie wurden 40 Spiele ausgetragen.
Nach der ersten Serie lag Gasper auf einem guten einstelligen Platz. Mit 1412 Punkten ging er in die zweite Serie und beschloss diese als Führender mit insgesamt 2536 Punkten. "Da muss man genau aufpassen", erklärt Gasper, der seine Erfahrung von mehreren Tausend Spielen an diesem Tag gut gebrauchen konnte. Noch nicht ganz dem Kindesalter entsprungen, lernte Gasper das Skatspielen in Beilingen.
Seit mehr als 60 Jahren spielt er nun schon und er hat noch kein Interesse daran, diese Leidenschaft bleiben zu lassen. "Skat ist mein Hobby und ich will so lange spielen, wie es geht", erklärt der 74-Jährige und spricht über die nächste Partie. Ein bis zwei Mal pro Woche trifft er sich zum Skatspielen. Das nächste Turnier steht am 1. August an.
Dann wird er seinen Mitspielern wohl auch erzählen, wie das war bei den Deutschen Meisterschaften, als er nach der vierten Runde seine Führung behaupten und diese im Verlauf weiter ausbauen konnte. Bis zur letzten Serie hatte er geführt, dann wurde er doch noch abgefangen von zwei Kontrahenten.
In der Schlussrechnung hatte Gasper 85 Spiele absolviert, von denen er 74 gewonnen und elf verloren hatte. Insgesamt hat er 7877 Punkte gemacht. Es fehlten lediglich 40 Punkte zum zweiten Platz.
Für Gasper Ansporn genug, sich auch im kommenden Jahr für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren und das auf die bewährte Art: Ruhe bewahren, auf gute Karten warten, und mit ein wenig Glück wird der Pokal dann ein größerer werden.Extra

Ausrichter der Deutschen Skatmeisterschaften ist der Deutsche Skatverband - ein Dachverband der deutschen Skat-Vereine. Er wurde am 12. März 1899 in Halle an der Saale gegründet, Sitz des Vereins ist die Skatstadt Altenburg. In den Jahren 1954 bis 2001 war Bielefeld aufgrund der Teilung Deutschlands der Sitz des Verbandes. Alle Teilnehmer an Deutschen Meisterschaften haben sich auf drei Stufen für das Endturnier zu qualifizieren, zunächst im Verein, dann auf Verbandsebene und schließlich beim Landesverband. red