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Stadtentwicklung
Nach Fünf Jahren ist Baurecht in Sicht

Das Grundstück in Stahl, wo Doppelhäuser geplant sind.
Das Grundstück in Stahl, wo Doppelhäuser geplant sind.
Bitburg-Stahl. Der Bitburger Stadtrat kann heute den Bebauungsplan für den Stahler Weg verabschieden. Die Chancen dafür stehen gut und der erste Investor schon in den Startlöchern. Von Christian Altmayer
Christian Altmayer

(cha) Eine unendliche Geschichte scheint sich dem Ende zuzuneigen. Seit gut fünf Jahren ist das Neubaugebiet am Ortseingang des Bitburger Stadtteils Stahl in der Planung (der TV berichtete). Heute stimmt der Stadtrat über das Projekt ab. Gibt es dort grünes Licht, könnten die Bagger noch dieses Jahr rollen, die ersten Rohbauten bis zum Winter stehen.

Der Bauausschuss hatte den aktuellen Entwurf des Plans in der jüngsten Sitzung abgesegnet. Die zweite Offenlegung, bei der Behörden und Bürger sich zu Wort melden dürfen, erbrachte „nichts Besonderes“, wie Ortsvorsteher Willi Heyen es ausdrückt. Mit anderen Worten: Es gab zwar einige Hinweise, aber keine, die die Planer zum Handeln zwingen. 

Der erste Investor steht schon in den Startlöchern: Die Firma Faberhaus aus Bollendorf hat eine Anfrage bei der Stadtverwaltung gestellt. Das Unternehmen will auf dem Gelände am Stahler Weg drei Doppelhäuser bauen. Die sollen sich laut Andreas Faber, Leiter der kaufmännischen Abteilung, „an die Umgebung anpassen“. Die Stadt habe genaue Vorgaben gemacht, damit das Areal nicht „mit Betonklötzen zugestellt wird.“ Stattdessen werde sich, so verspricht Faber, die Bebauung ins Landschaftsbild einfügen.

Doch erst mal braucht die Firma Baurecht. Lange genug hat das Verfahren gedauert und rund 18 000 Euro Planungskosten verschlungen.

Was das Vorhaben unter anderem verzögert hatte, war die Stellungnahme der Kreisverwaltung in der ersten Offenlegung. Die Behörde forderte, dass die Fläche des Neubaugebietes um ein Areal am hinteren Hang erweitert werden müsse. Was wiederum andere amtliche Stellen nicht unkommentiert lassen durften und somit eine zweite Offenlegung nötig machte.

Auch der Fund des radioaktiven Gases Radon sorgte für Furore. Schließlich stellte sich die im Boden gefundene Konzentration aber als niedrig und somit unbedenklich für die Bauherren heraus.