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Wirtschaft
Fachmarktzentrum in Irrel: Am Spitulerberg wird jetzt eingekauft

Drei Geschäfte im Irreler Fachmarktzentrum haben gestern eröffnet, das vierte, ein Drogeriemarkt, ist ab Juli im Einsatz.
Drei Geschäfte im Irreler Fachmarktzentrum haben gestern eröffnet, das vierte, ein Drogeriemarkt, ist ab Juli im Einsatz. FOTO: Uwe Hentschel
IRREL. Das neue Fachmarktzentrum in Irrel ist fertig. Die ersten Geschäfte haben gestern eröffnet. Von Uwe Hentschel

(uhe) Wenn in einem Ort auf einen Schlag vier neue Einzelhandelsgeschäfte entstehen, dann steigert das durchaus den Versorgungsgrad einer Gemeinde. Und wenn in dieser Gemeinde gerade mal 1600 Menschen leben, dann umso mehr. Genau das ist in Irrel der Fall. Nach gut 13 Monaten Bauzeit wurde dort in diesen Tagen das neue Fachmarktzentrum Spitulerberg fertiggestellt.  Die Drogeriemarktkette DM eröffnet ihr dortiges Geschäft zwar erst am 9. Juli, doch in den Filialen von Deichmann, Takko und Erstings Family gingen bereits gestern die ersten Produkte über die Ladentheke.

Projektentwickler und zudem einer der Investoren der sechs Millionen Euro teuren Baumaßnahme ist das Bitburger Unternehmen Faco Immobilien. „Wir sind bereits seit 1998 in Irrel tätig“, sagt Faco-Geschäftsführer Stefan Kutscheid und verweist auf erfolgreiche Projekte wie die Neue Mitte, wo unter anderem ein Edeka-Markt ansässig ist, oder aber die Mitwirkung seines Unternehmens an der Ansiedlung des Discounters Aldi.

Die vier neuen Filialen für einen vergleichsweise kleinen Ort wie Irrel zu gewinnen, sei nicht schwer gewesen, erklärt Faco-Mitarbeiterin Stefanie Krämer, die das Projekt betreut. Die Drogeriekette habe schon seit Jahren Interesse am Standort Irrel gehabt, sagt Krämer. „Und aufgrund unserer guten Vernetzung in der Einzelhandelsbranche konnten wir relativ schnell die Interessenslage für Irrel abklären und erfolgreich Mietverträge abschließen“, fügt sie hinzu.

Errichtet wurde das neue Geschäftsgebäude gegenüber dem Busbahnhof, auf einer ehemaligen Streuobsthangwiese. Für Kutscheid, der nach eigener Aussage lange nach einer geeigneten Fläche für das Vorhaben gesucht hat, macht gerade diese Hanglage den Reiz des Fachmarktzentrums aus.  „Das Gebäude wird trotz seiner Größe nicht als störend wahrgenommen, weil die 120 Meter lange Rückseite aufgrund des Hügels dahinter nicht zu sehen ist“, erklärt der Faco-Geschäftsführer. „Uns war es wichtig, etwas zu errichten, was nicht nur einen wirtschaftlichen Mehrwert hat, sondern auch der psychischen Wirkung auf den Menschen gerecht wird“, sagt Kutscheid. Denn auch das steigere die Attraktivität einer Gemeinde und damit auch den Wert der dort vorhandenen Immobilien, erklärt er. „Und da wir selbst schon viel in die erfreuliche Entwicklung Irrels investiert haben, ist das natürlich auch in unserem Interesse.“