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Soziales
Zehn kleine Weinfläschchen

Zum Vorkosten: Die Weine, die bei der Probe ausgeschenkt werden, gibt es im Weltladen zu kaufen.
Zum Vorkosten: Die Weine, die bei der Probe ausgeschenkt werden, gibt es im Weltladen zu kaufen. FOTO: TV / Christian Altmayer
Bitburg. Eine Weinprobe in der Bierstadt, kann das klappen? Zur Fairen Woche geht die Bitburger „Initiative für eine solidarische Welt“ jedenfalls mit einer solchen Veranstaltung ins Rennen. Von Christian Altmayer
Christian Altmayer

Der Wind bläst über zerklüfteten Felsen. Und die Sonne brennt. Am südafrikanischen Westkap ranken sich Reben empor. Der Vertrieb bewirbt den Wein, der daraus gewonnen wird, mit vielen Adjektiven: Er sei „rassig“, „fruchtig“, „beerig“, „minzig“. In der Sprache der Xhosa, einem südafrikanischen Stamm, heißt er „iluna sela“, „angenehm zu trinken.“

Davon können sich auch die Bitburger ein Bild machen. Denn der „Iluna“ ist einer der zehn Weine, die es im Weltladen „Alasitas“ in der Bierstadt zu kaufen gibt. Wer die Tropfen lieber in Gesellschaft genießt, kann am Freitag, 14. September, an einer Weinprobe in der Katholischen Familienbildungsstätte teilnehmen. Die Sommelière Rebecca Langenfeld wird durch den Abend führen und die Weine vorstellen. Eine Weinprobe und das im Herzen der Bierstadt, – wie kommt man denn auf die Idee? „Fairgehandelte Weine sind immer noch ein Nischenprodukt“, sagt Arno Heinz von der Bitburger „Initiative für eine solidarische Welt“.

Diesen Geheimtipp wolle man den Eifelern nun näher bringen. Denn längst nicht alle Weine würden unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt – egal ob sie nun aus Italien, Frankreich, Deutschland oder Dritte-Welt-Ländern stammten. Die Weine, die der „Alasitas“-Laden vertreibt und die es auch bei der Weinprobe zu kosten gibt, hätten hingegen alle das Gepa-Siegel. Die Abkürzung steht für „Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt“. Wenn ein Produkt diese Zertifizierung erhält, soll man davon ausgehen können, dass die Arbeiter, die es herstellen, von ihrer Tätigkeit leben können.

Die Weinprobe ist aber nicht nur eine fixe Idee der Initiative. Es gibt einen Anlass. Und das sind die sogenannten „Fairen Wochen“, die seit 2001 bundesweit laufen. Inzwischen hat es sich eingebürgert, dass Vereine, Verbände und Kirchen auch in der Eifel Veranstaltungen anbieten. Einzige Vorgabe: sie müssen zum diesjährigen Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“ passen.

„Die Initiative für eine solidarische Welt“ beteiligt sich seit Jahren. Diesmal bekommt der Verein viel Unterstützung von christlichen Organisationen. Das Programm im Überblick:

„Youngstars auf Reisen“, 12. September, 17 bis 19 Uhr, Haus der Jugend:  Im Youngstartreff sind jeden Mittwoch Kinder zum Spielen und Beten eingeladen. Im Rahmen der Fairen Woche 2018 soll es diesmal um Kenia gehen.

Ökumenisches Taizégebet, 13. September, 19.30 Uhr, Pfarrheim Sankt Peter: „Wem gehört die Welt?“ – Dieses Thema wird die Taizégruppe Bitburg im Gebet, im Gespräch, in der Stille und mit Gesängen aus Taizé bedenken.

Weinprobe, 14. September, 18 Uhr, Katholische Familienbildungsstätte: Hier können für 12 Euro zehn fair gehandelte Weine aus aller Welt probiert werden. Wer teilnehmen will, kann sich unter Telefon 06561 / 694516 anmelden.

Vortrag Nkoumissé Süd, 16. September, Pfarrheim Sankt Peter:  Pfarrer Daniel Bilong stellt sein Hilfsprojekt in Kamerun vor.

Verkauf von fair gehandelten Artikeln, 18. September, 8.30 Uhr, Filialkirche Mötsch: Nach dem Gottesdienst gibt es einen Basar mit Produkte aus dem Weltladen.