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Gelbe Rosen für "Frau Niewo"

Ferdinand Endres überreicht der scheidenden FDP-Vorsitzenden Marie-Luise Niewodniczanska (Mitte) Töpferware aus Speicher. Links der neue Vorsitzende Hermann-Josef Marx, rechts Nicole Morsblech (MdL) und MdB Edmund Geisen. TV-Foto: Lydia Vasiliou
Ferdinand Endres überreicht der scheidenden FDP-Vorsitzenden Marie-Luise Niewodniczanska (Mitte) Töpferware aus Speicher. Links der neue Vorsitzende Hermann-Josef Marx, rechts Nicole Morsblech (MdL) und MdB Edmund Geisen. TV-Foto: Lydia Vasiliou
Die FDP im Kreis Bitburg-Prüm hat einen neuen Vorsitzenden. Hermann-Josef Marx aus Speicher tritt die Nachfolge von Marie-Luise Niewodniczanska an.

Bitburg. (lyv) Wenn sie bis zu ihrem 70. Geburtstag einen geeigneten Nachfolger gefunden habe, wolle sie den Vorsitz abgeben, berichtete Marie-Luise Niewodniczanska bei der FDP-Mitgliederversammlung im Hotel "Eifelbräu" in Bitburg. 70 wird sie erst im Sommer, aber den Nachfolger hat sie gefunden: Hermann-Josef Marx aus Speicher, den sie den Parteifreunden wärmstens ans Herz legte, da er bereits Beigeordneter und damit im Metier drin ist, zudem sehr engagiert und zuverlässig sei sowie eine Sekretärin, nämlich Ehefrau Margit, habe. Mit 24 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen und zwei Nein-Stimmen wurde Hermann Marx zum ersten Vorsitzenden der FDP-Fraktion des Kreises Bitburg-Prüm gewählt. Als Stellvertreterin bleibt Niewodniczanska der FDP erhalten. Zweite Stellvertreterin ist Andrea München, die seit zehn Jahren im Kreisvorstand mitarbeitet und für die FDP im Verbandsgemeinderat Irrel sitzt. Überwiegend Frauen beherrschen den FDP-Vorstand, so dass Ferdinand Endres aus Speicher nach der Wahl von Oswald Britz zum Beisitzer der Kreistagsfraktion feststellte: "Ein sensationelles Ergebnis, nach vier Weibern, die jetzt gewählt wurden."Gelbe Rosen regnete es für Marie-Luise Niewodniczanska vom neuen Vorsitzenden mit dem Dank für 14 Jahre Leitung der FDP. Seit 1995 steht der Name Niewodniczanska für die Partei. "Damals standen auf der einen Seite die jungen Wilden und auf der anderen die ältere Generation", stellte sie fest. Trotz der ungünstigen Situation zu Anfang wurden unter "Niewo" die Streitereien beigelegt, und die Partei erfuhr in den folgenden Jahren einen ständigen Aufschwung. Den nächsten Europa-, Bundestags- und Kommunalwahlen sehe sie gelassen entgegen. "Wir werden für wirtschaftliche Vernunft kämpfen, für eine Leistungsgerechtigkeit für diejenigen, die unsere Leistungsträger sind, nämlich für die Mittelständler", sagte Niewo. Man werde für mehr Nettolohn kämpfen, statt Mindestlohn, die Schulvielfalt erhalten und am liebsten alle kürzlich eingeführten Verbote verbieten. "Das Rauchverbot für die kleine Kneipe an der Ecke ist Entmündigung des Bürgers pur."