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Regionalentwicklung
Gemeinden dürfen Ortskerne nicht aussterben lassen

FOTO: TV / Schramm, Johannes
Käufer und Mieter von alten Häusern wachsen nicht auf Bäumen – schon gar nicht in kleinen, vergleichsweise abgelegenen Dörfern. Trotzdem muss etwas getan werden. Die Gemeinden und auch die Besitzer von Immobilien dürfen nicht ihre Augen vor dem Leerstand verschließen. Von Christian Altmayer
Christian Altmayer

Allein zu hoffen, dass irgendwann schon wieder Amerikaner kommen, die ihnen die alten Immobilien abkaufen, reicht nicht. Denn die haben inzwischen andere Ansprüche und höhere Budgets, die ihnen die Air Force gewährt.

Es kann aber auch nicht die Lösung sein, Neubaugebiete auszuweisen, als gäbe es kein Morgen mehr. Sonst spielt sich das dörfliche Leben irgendwann nur noch in den Randgebieten ab, während die Ortskerne aussterben.

Zugegeben, ein Allheilmittel gibt es für die Gemeinden nicht. Aber das heißt nicht, dass es keine Lösungen gäbe. Man muss Eigentümer dazu bewegen, ihre alten Häuser zu sanieren oder wenn nötig abzureißen, um Platz für neue zu schaffen.

Speicher macht es mit dem Plein-Wagner-Gelände vor. Wenn es tatsächlich gelingt, die Industrieruine in einen Wohnpark zu verwandeln, wäre dies ein ideales Vorbild für andere Orte.

c.altmayer@volksfreund.de