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Herforster Messdiener Auge in Auge mit dem Papst

„Und auf einmal stand er vor uns“: Die Messdienergruppe aus Herforst trifft einen der wichtigsten Männer der Welt, den Papst. Foto: privat
„Und auf einmal stand er vor uns“: Die Messdienergruppe aus Herforst trifft einen der wichtigsten Männer der Welt, den Papst. Foto: privat FOTO: (e_bit )
Herforst/Rom. Eine Messdienergruppe aus Herforst hat einen Ausflug nach Rom gemacht. Dabei hatten sie ein unvergessliches Erlebnis. Christina Bents

"Ich war geflasht", sagt Larissa Gasper über den Augenblick, als der Papst vor ihr stand und ihr die Hand gedrückt hat. Sie sagt das in ihrer Sprache und meint, dass sie sehr überrascht und überwältigt war. Ihren anderen zwölf Messdienerkollegen ging es nicht viel anders. Laurin Meiers, der ebenfalls dabei war, erklärt: "Man hat das erst später wirklich realisiert, dass man tatsächlich dem Papst, einem der wichtigsten Menschen auf der Welt, die Hand gegeben hat."

Als sie einige Tage zuvor nach Rom aufgebrochen waren, hatten sie daran nicht geglaubt. "Als wir vor vier Jahren mit einer Gruppe da waren, haben wir den Papst gar nicht gesehen, da er nicht in Rom war", erinnert sich Silvia Mohr, Messdienerbetreuerin im Ort. Dieses Mal hatten sie aber Glück: Der Papst war in Rom. Da es über 40 Grad Celsius heiß war, fand die Audienz in einer Halle statt, die rund 9000 Besucher fasst. Sie ist ähnlich wie ein Kino aufgebaut. "Wir standen ganz hinten und haben uns gar keine Chancen ausgerechnet, dass der Papst in unsere Nähe kommt", so Laurin Meiers. "Es waren aber Monitore aufgehängt, so dass wir alles sehen konnten", ergänzt er. Als Papst Franziskus die Halle betrat, kam gleich ein wenig Unruhe auf. Dann sahen die Herforster Messdiener, die einheitlich in grünen T-Shirts gekleidet waren, dass der Papst ihre Reihe entlanglief.

"Und auf einmal stand er vor uns, und sprach uns auf Englisch an. ,Und ihr seid die Jungen in Grün', sagte er und bezog sich damit auf unsere T-Shirts", berichtet Meiers. Dann wollte er wissen, woher sie kämen, und sprach sogar einige Sätze in deutscher Sprache. Messdiener David Mohr ergänzt: "Es war beeindruckend. Man denkt sich: Genauso muss ein Papst sein - offen, freundlich, empathisch, er geht auf die Menschen zu und sucht das Gespräch mit ihnen."
Sogar ein Foto mit den Messdienern und dem Papst ist entstanden. Besonders beeindruckend war es auch für Silvia Mohr, sie war so ergriffen, dass ihr die Tränen kamen. "Wir haben abends vorher noch gescherzt, und ich habe gesagt: ,Euch ist ja klar, dass ich morgen dem Papst die Hand gebe'. Aber ich habe ja niemals damit gerechnet, dass das tatsächlich so kommt", sagt die Messdienerbetreuerin. Sehr schön empfand die Gruppe, dass ihnen Privatsekretär Georg Gänswein später eine Karte gab - mit dem Hinweis, wie sie die Fotos bekommen könnten. Wieder zu Hause, wurden die Romfahrer von vielen Leuten aus dem Ort oder in der Schule gefragt, wie es gewesen sei, den Papst zu treffen.

Geblieben ist von diesem besonderen Ereignis, "dass man gesehen hat, dass so viele Menschen denselben Glauben haben wie wir und man damit nicht alleine ist", sagt Laurin Meiers. Leonie Zock meint: "Daran wird man sich sein Leben lang erinnern."