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Hilfe für die Ärmsten der Armen - Kinderhilfe Nkoumisé-Sud unterstützt Menschen in Kamerun

Bitburg. Die Initiative "Bitburg für eine solidarische Welt" engagiert sich seit längerem in Kamerun. Im Rahmen des Projekts Kinderhilfe Nkoumisé-Sud soll Kindern der Schulbesuch und die Ausbildung ermöglicht werden. Nun gibt es eine neue Herausforderung: die Verbesserung der Wasserqualität und Hygiene.

Bitburg. Die Aufgaben gehen den Helfern der Kinderhilfe Nkoumisé-Sud (Kamerun) nicht aus. Denn die Bedingungen in Nkoumisé-Sud, einem kleinen Dorf in Süd-Kamerun, sind alles andere als gut. Das Dorf befindet sich im tropischen Regenwald nördlich des Äquators. Die Lage begünstigt das Auftreten von Tropenkrankheiten.
Weil es keine ärztliche Grundversorgung für die 1500 Einwohner gibt, verlieren viele Kinder ihre Eltern sehr früh, zudem ist die Müttersterblichkeitsrate hoch. Die nächste Schule ist vier Kilometer entfernt und muss von den Schulkindern zu Fuß erreicht werden. Durch die geringe Lebenserwartung werden viele Kinder zu Waisen. Für sie zahlt niemand den Schulbesuch oder die Ausbildung. Hilfsbedürftig sind auch alleinerziehende Mütter, die für ihre Kinder keine Mittel zum Schulbesuch aufbringen können. Im Dorf ist keine medizinische Grundversorgung gegeben. Lebensbedrohliche Krankheiten wie Malaria, Aids, Hepatitis und Tuberkulose werden nicht oder zu spät diagnostiziert und behandelt.Anstoß durch Abbé Bilong


Die Initiative "Bitburg für eine solidarische Welt", die unter anderem Trägerin des Eine-Welt-Ladens Alasitas ist, hat das Projekt Kinderhilfe Nkoumisé-Sud (Kamerun) gegründet. Den Anstoß gab Abbé Daniel Bilong, der 1971 in Nkoumisé-Sud geboren wurde und seit 2011 in Deutschland studiert und promoviert.
Hauptziel ist es, Kindern Schulbesuch und Ausbildung zu ermöglichen. Langfristig soll über die Einrichtung eines Kindergartens und einer Grundschule der Zugang zu Bildung im Ort selbst möglich werden. Nun haben die Helfer ein weiteres Projekt in Angriff genommen: die dauerhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung durch Anwendung des Wash-Prinzips - Wasser, Sanitär und Hygiene.

Denn in Nkoumisé-Sud reicht das geringe Einkommen der Bewohner aus dem Kakaoanbau nicht aus, um selbst tätig zu werden. "Somit wird für den Aufbau einer Wasserversorgung ein externer Partner mit technischer Expertise benötigt", sagt Pascal Kaienburg, einer der drei Ingenieure ohne Grenzen, die im März für fünf Wochen vor Ort sind und Lösungen erarbeiten, um die langfristige Verbesserungen für alle Bewohner zu schaffen. Das Projekt Wash - finanziert aus Spenden - kostet 30 000 Euro. Zu den Ingenieuren aus Aachen gesellen sich weitere Engagierte: Daniel Bilong und Klaus Lexen aus Bitburg, die die Situation vor Ort im Bereich der Schulbildung und Förderung verbessern werden. utzInfos gibt es beim Eine-Welt-Laden Alasitas in Bitburg und unter www.alasitas-bitburg.de