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Hiseler werden Briminger

Hisel/Brimingen. Hisel/Brimingen Die Mitglieder des rheinland-pfälzischen Landtags haben das Gesetz über den freiwilligen Zusammenschluss der Ortsgemeinden Brimingen und Hisel verabschiedet. "Das ist dann jetzt Fakt", sagt der Briminger Ortsbürgermeister, Werner Altringer, der die Hochzeit gelassen nimmt. Andrea Weber

"Für uns macht das keinen großen Unterschied - wir behalten unseren Namen ja", sagt er, "wir werden einfach etwas größer."
Das war der einzige Wermutstropfen für den Hiseler Ortsbürgermeister Peter Neyses - dass der Name nicht mehr existieren sollte. Da es aber in beiden Orten eine "Dorfstraße" gibt, wird diese nun durch "Hisel" ersetzt. Zum 1. Januar 2018 werden die zehn Hiseler nun also offiziell Briminger, bleiben aber durch den Straßennamen zumindest in Hisel wohnen.
Auch Neyses sieht die Fusion entspannt. "Wir wollten das ja so", sagt er, "das nimmt jetzt seinen Gang." Hisel konnte seine Aufgaben als Gemeinde nicht mehr stemmen (der TV berichtete). Weil sich Orte freiwillig zusammenschließen, hat das Land entschieden, den neuen Ort mit 20 000 Euro zu bezuschussen, damit Brimingen die Schulden von Hisel abbauen kann. Die restlichen 5000 Euro sollen mit der "Hochzeitsprämie" der Verbandsgemeinde (VG) von 10 000 Euro getilgt werden.
"Ich bin froh, dass es so gekommen ist", sagt VG-Bürgermeister Josef Junk. Er hofft, dass die Fusion zum Vorbild für andere kleine Eifeler Gemeinden wird und beglückwünscht die Ortsbürgermeister, "dass sie das so gut hinbekommen haben". Die VG Bitburger Land hat ab 2018 dann nur noch 71 Gemeinden zu verwalten. Der neue Briminger Ortsbürgermeister und -gemeinderat wird im Dezember gewählt.