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Idesheim wird umgegraben - Arbeiten beginnen am Montag

FOTO: Andrea Weber
Idesheim. Mindestens ein Jahr lang müssen die Bewohner Idesheims Umwege fahren. Die Kreisstraßen 27 und 30 werden ab kommenden Montag für 3,3 Millionen Euro voll ausgebaut. aweb

Es rumpelt auf der Piste in Idesheim. 859 Fahrzeuge rollen täglich über die Kreisstraße (K) 30. Und das hinterlässt Spuren: Die Schlaglöcher sind riesig, und einen Gehweg gibt es an der Idenheimer Straße, an der auch Wohnhäuser stehen, auch nicht. Aus der Not heraus hätten Familienväter in Eigenregie einen Schotterweg unterhalb der Fahrbahn angelegt, damit ihre Kinder sicher zum Schulbus kämen, erzählte Ortsbürgermeister Klaus Idesheim im Frühjahr (der TV berichtete).

Dieser Zustand soll nun ein Ende haben. Die Straße soll komplett saniert, Gehwege gebaut und Kanal sowie Wasserleitungen erneuert werden. Außerdem sind ein neues barrierefreies Buswartehäuschen und eine Verkehrsinsel am Ortseingang von Idenheim kommend geplant. Laut dem Bürgermeister bretterten die Autos dort ganz schön durch. Das soll durch die vier Meter breite Insel verhindert werden.

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein, die Verbandsgemeinde-Werke Bitburger Land und die Gemeinde Idesheim bauen die K27 und K30 in den kommenden anderthalb Jahren für rund 3,29 Millionen Euro voll aus (siehe Info), die K27 auf 116 Metern, die K30 auf 815 Metern. "Wir sind froh, dass es jetzt endlich losgeht", sagt der Ortsbürgermeister.

Los geht's am Montag mit der Idenheimer Straße (K30) von der Kreuzung Schulstraße bis zur Straße "Zum Aubach". Dort wird die Fahrbahn von fünf auf 5,50 Meter erweitert, im Kreuzungsbereich zur Schul- und Hauptstraße sogar auf 6,50 Meter. Außerdem ist unterhalb der Straße ein Gehweg von 1,25 Metern vorgesehen, im Kreuzungsbereich soll es auf beiden Seiten einen Gehweg geben. "Damit wird den Fußgängern der gewünschte Schutz geboten und die schadlose Ableitung des Oberflächenwassers gefördert", sagt Markus Hager vom LBM.

Das Regenwasser wurde in der Vergangenheit für die K30 nämlich zum Problem: "Idesheim bekommt sehr viel Oberflächenwasser von den Außengebieten ab", sagt Hager. In den Wiesen und Äckern oberhalb des Ortes versickere das Wasser sehr schlecht und fließe dann in Richtung der Straße ab. "Das hat bei Starkregen schon zu Überschwemmungen geführt", sagt der Ortsbürgermeister. Deshalb werde die Böschung oberhalb der Fahrbahn nach hinten versetzt und es würden breite Entwässerungsgräben gezogen, erklärt Hager. Zudem werde unterhalb der Straße ein Regenrückhaltebecken eingelassen, damit das Wasser nicht ungebremst in den Falzerbach fließe.
Als Zweites wird die Strecke zwischen "Zum Aubach" und dem Ortsausgang Richtung Idenheim saniert. Der dritte Bauabschnitt umfasst die Hauptstraße von der Kreuzung zur K30 bis zur Gemeindehalle und der letzte Abschnitt einen großen Teil der Welschbilliger Straße und ein kleines Stück der Schulstraße (siehe Grafik). "Wir rechnen damit, dass wir im Sommer 2019 fertig sein werden", sagt Hager. Aber nur mit dieser Maßnahme. Im Anschluss soll nämlich auch die K27 Richtung Gilzem ausgebaut werden. Wann genau, ist laut Hager allerdings noch nicht klar.

Die Idenheimer Straße muss laut LBM vom Ortseingang bis zur Kreuzung Schul- und Hauptstraße ab Montag, 13. November, bis voraussichtlich Ende 2018 gesperrt werden. Eine Umleitung wird über die Kreisstraße 16 bis nach Idesheim, und umgekehrt ausgeschildert.

DIE KOSTEN DES PROJEKTS
Die Gesamtkosten des Ausbaus der Kreisstraßen 27 und 30 in Idesheim betragen laut Markus Hager vom Landesbetrieb (LBM) Mobilität Gerolstein 3.287.827,79 Euro. 1,62 Millionen Euro entfielen auf den Eifelkreis Bitburg-Prüm. Das Land hatte bereits im April angekündigt, den Ausbau der K30 mit 675.000 Euro zu bezuschussen. Die Gemeinde Idesheim muss laut Hager 540.000 Euro für den Ausbau der Gehwege und die Außengebietsentwässerung übernehmen und die Verbandsgemeinde Bitburger Land 1,11 Millionen Euro für die Erneuerung der Kanal- und Wasserleitungen.