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VEREINE
Imker und Stadt bringen „Beienhous“ auf Vordermann

So kann es weitergehen: die Imker und ihre Gäste vor dem frisch sanierten „Beienhous“.
So kann es weitergehen: die Imker und ihre Gäste vor dem frisch sanierten „Beienhous“. FOTO: tv / Ulrike Löhnertz
Bitburg. (utz) Ein nass-kalter Morgen in Steinebrück. In dicke Anoraks gepackt, wuseln ein paar Mitglieder des Kreisimkerverbands umher. Es wird Kaffee gekocht und Kuchen aufgetischt. Denn es gibt etwas zu feiern: die vollendete Sanierung des ehemaligen Wasserhauses, das zusammen mit dem umliegenden Gelände seit zwei Jahren von dem 140 Mitglieder starken Verband genutzt wird – zur Aufbewahrung von Material, für Schulungen und Besprechungen.
Ulrike Löhnertz

Dass das weiterhin so bleibt, dafür haben Mitglieder, die Stadt als Eigentümer und ein Sponsor gesorgt. Denn vor einem Jahr stellten Vorsitzender Ralf Schröder und seine Mitstreiter fest, dass das 1938 gebaute Haus in diesem Zustand nicht mehr nutzbar war. Zwar ist der unter dem Gebäude befindliche erste Bitburger Tiefbrunnen seit 1974 nicht mehr in Betrieb – ein neuer, leistungsfähigerer wurde damals etwa 100 Meter weiter erschlossen – doch es gab andere Probleme. ,„Es war marode, die Elektrizität veraltet, die Fenster veraltet“, sagt Schröder. Nach einem Gespräch mit der Stadt wurde Hand angelegt: Die Stadtwerke erneuerten die Elektrizität, der Bauhof sanierte das Dach und kümmerte sich um die teils zugewucherten Außenanlagen. Die Imker selbst sorgten unter Anleitung von Hermann-Josef Emondts, erster Voristzender des Bienenzuchtvereins Bitburg, für einen neuen  Anstrich und halfen bei der Renovierung mit. Ein Ergebnis ist der neue Schriftzug „Beienhous“ über der Eingangstür. Werkleiter Bernd Goeblet freute sich, ebenso wie Bürgermeister Joachim Kandels, dass „Nutzer auf dem Gelände sind, die mit Herzblut bei der Sache sind“.  Denn die Stadt, die das Gelände kostenlos zur Verfügung stellt, unterstütze, so Kandels, die Imker gern – gerade in Zeiten, wo man viele Schreckensmeldungen über das Insekten- und Bienensterben höre.

Dagegen tut der Verband in der Tat einiges: Allein 2018 wurden 35 Neuimker ausgebildet, die Mitgliedszahlen steigen ständig. Und im Frühjahr 2019 fangen wieder neue Kurse bei Ausbilder  Peter Berger an. Sie finden in der Regel samstags am Lehrbienenstand Steinebrück statt.

Info: www.kiv-bitburg.de