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Kommune
Jugendamt hat Kontakt zu 7200 Familien im Eifelkreis

Bitburg. Der Jugendhilfeausschuss Bitburg-Prüm hat seinen Jahresbericht vorgestellt. Die Jugendkriminalität verharrt auf niedrigem Niveau. Von Stefanie Glandien
Stefanie Glandien

Werden Jugendliche immer schlimmer? Die Probleme immer größer? Darüber kann man lange lamentieren oder einen Blick in den Jugendhilfebericht des Eifelkreises Bitburg-Prüm werfen, der jedes Jahr zu verschiedenen Themen neue Zahlen und Fakten liefert.

Demnach wurden im vergangenen Jahr 500 Jugendstrafverfahren eingeleitet, 288 davon abgeschlossen. In 119 kam es zu Verurteilungen. 81 Prozent der Täter waren männlich, 20 Prozent waren Wiederholungstäter. Im Bericht wird festgestellt, dass die Zahl der schweren Jugendkriminalität im Eifelkreis auf einem sehr niedrigen Wert verharrt. Dies erkenne man an der geringen Zahl der verhängten Strafen.

In 2017 lag der Fokus des Jugendamtes besonders auf der Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes, dem Ausbau der flächendeckenden mobilen Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit an Grundschulen. Das Budget wurde nicht überschritten. Für 2018 stehen dem Jugendamt 53 Millionen Euro zur Verfügung.

So unterstützte das Jugendamt 899 Familien mit Elterngeld. 565 Alleinerziehende erhielten einen Unterhaltsvorschuss. 1700 Menschen wurden im Rahmen der Beistandschaft beraten. Bei 163 Kindern und Jugendlichen ist das Jugendamt gesetzlicher Vertreter. 547 Familien wurden vom allgemeinen sozialen Dienst beraten. 780 Familien erhielten Hilfe zur Erziehung. 290 junge Menschen wurden im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche unterstützt. 680 Familien wurden im Rahmen der Scheidungsberatung oder Jugendgerichtshilfe unterstützt. „Insgesamt hatten wir direkt oder niederschwellig Kontakt zu 7200 Familien“, sagt Josef Winandy, Jugendamtsleiter der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm. Zum Vergleich: Im Eifelkreis leben rund 20 000 Kinder.

In Rheinland-Pfalz sind zehn Prozent der jungen Menschen Ausländer. In Bitburg-Prüm sind es 12,6 Prozent. Am stärksten vertreten sind die Luxemburger, gefolgt von den Polen, Rumänen, Niederländern und Belgiern.