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Köhler Europas feiern in der Eifel

Heinz Sprengel (Mitte) vom Europäischen Köhlerverein übergibt den Auftrag zur Ausrichtung des sechsten Europäischen Köhlertreffens an Peter Rob vom Eifeler Köhlerclub. Foto: Erich Gerten
Heinz Sprengel (Mitte) vom Europäischen Köhlerverein übergibt den Auftrag zur Ausrichtung des sechsten Europäischen Köhlertreffens an Peter Rob vom Eifeler Köhlerclub. Foto: Erich Gerten
EISENSCHMITT/OBERKAIL. Internationales Flair in den Wäldern an Salm und Kailbach. Vom 14. bis 17. Juni 2007 wird das sechste Europäische Köhlertreffen in Eisenschmitt/Oberkail gefeiert. Der Präsident des Europäischen Köhlervereins übertrug die Ausrichtung dem Eifeler Köhlerclub. ARRAY(0x42653cd0)

Erzgebirge, Leipzig, Fichtelgebirge, Harz, Niederösterreich und jetzt die Eifel. Das sechste Europäische Köhlertreffen findet vom 14. bis 17. Juni 2007 in Eisenschmitt/Oberkail statt. Heinz Sprengel, der Präsident des Europäischen Köhlervereins, hat den Eifeler Köhlerclub die Ausrichtung übertragen. Dessen Vorsitzender Peter Rob (Eisenschmitt) sieht das Fest selbstbewusst am richtigen Ort angesiedelt. Unterstützung von vielen Seiten

Über einen Zeitraum von 800 Jahren haben Tausende von Köhlern in den Wäldern an der Salm, an der Lieser und an der Kyll gearbeitet. Insbesondere im Raum Eisenschmitt/Oberkail/Deudesfeld haben noch im Jahre 1860 mehr als 100 Köhlerfamilien Holzkohle für die Eisenschmittner Eisenindustrie erzeugt. Für Rob steht das Fest unter dem Motto "Energie der Vergangenheit, Energie der Zukunft, Holz im Wandel der Zeit". Erfreut vernahm er die Worte von Bürgermeister Bernd Spindler (Verbandsgemeinde Kyllburg), Beigeordneter Günter Krämer (VG Manderscheid) und Ortsbürgermeister Rudi Densborn (Oberkail), die als Kommunen das Fest begrüßen und mit Rat und Tat zur Seite stehen wollen. Auch die Stadtbürgermeister von Bitburg und Wittlich haben ihre Unterstützung schriftlich zugesagt. Die Forstamtsleiter Reinhard Irle (Wittlich) und Stefan Wiegand (Bitburg) betonten ihre Mithilfe wie beim Eisenschmittner Köhlerfest im Jahre 2002, als erstmals nach 135 Jahren wieder ein Meiler an der Salm gezündet wurde. Sprengel sieht das Engagement der Kommunalpolitik mitentscheidend für den Erfolg des Europäischen Köhlertreffens an. Der aus Schneeberg im Erzgebirge stammende Präsident des Europäischen Köhlervereins war jüngst erstmals in der Eifel. "Wer auf einem Vulkan einen Kohlenmeiler baue, der hat doppelte Glut. Uns hat der Funke gefallen, mit welcher Aktivität die Köhlerei in der Eifel erhalten wird", begründet er die Vergabe des Europäischen Köhlerfestes 2006 an die Ortschaft Eisenschmitt. Die inhaltliche Gestaltung sei dem Ausrichter überlassen. Einzige Bedingung: Neben dem Zünden von Kohlenmeilern sind wissenschaftliche Vorträge anzubieten. Die Eifel solle vom sechsten Europäischen Köhlertreffen profitieren, sagte Sprengel. Die bisherigen Feste in Sosa/Erzgebirge, Dübener Heide bei Leipzig, im Fichtelgebirge, in Braunlage/Harz und in Rohr/Niederösterreich hätten zwischen 2000 und 30 000 Besuchern angelockt, je nach Aktivitäten und Sponsoring. "Aber nicht die Masse ist entscheidend, sondern die Inhalte", so Sprengel. Erste Aktivität zur Festvorbereitung: Eine Köhlerabordnung mit der Eifeler Köhlerliesl wird am deutschen Wandertag im Juli in Prüm teilnehmen.