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Krankenhausbrand in Bitburg gibt Rätsel auf: Rauch kam aus verstecktem Spalt

FOTO: Markus Angel
Bitburg. Nachdem ein Schwelbrand im Bitburger Krankenhauses am Sonntag einen Großalarm ausgelöst hatte, suchen Polizei und Klinikum noch nach der Ursache. Der Brand entstand in einem Spalt zwischen zwei Gebäuden. Brandstiftung schließt die Polizei aus. Redaktion


Nachdem ein Schwelbrand im Bitburger Krankenhauses am Sonntag einen Großalarm ausgelöst hatte, suchen die Polizei und das Klinikum noch nach der Ursache. Um Brandstiftung scheint es sich nicht zu handeln. Laut Polizei gibt es darauf keinerlei Hinweise.

Genau wie im April 2013 war das Feuer in einem Spalt zwischen dem Altbau des Krankenhauses und der 2010 neu errichteten Radiologie-Station entstanden. "Ob hier ein offenes Feuer entstanden ist oder dort liegender Unrat oder Laub zu glimmen begann, ist unklar", sagt die Polizei.

Diesmal wohl keine Zigarette

Jedenfalls muss der Rauch von dem Spalt aus über Fensteröffnungen oder Lüftungsschächte ins Krankenhaus eingedrungen sein und wurde dann über die Lüftungsanlage verteilt, sodass es für die Helfer zunächst schwer war, den Brandherd zu ermitteln. 150 Einsatzkräfte waren vor Ort. 76 Patienten mussten für zwei Stunden verlegt werden. Verletzt wurde niemand. Auch ein Gebäudeschaden ist nach bisherigen Erkenntnissen nicht entstanden (der TV berichtete).

Nach Auskunft von Hans Jürgen Krämer, dem Kaufmännischen Verbunddirektor des Marienhaus Klinikums Eifel, handelt es sich bei dem zehn bis 15 Zentimeter breiten Spalt um eine Dehnungsfuge, die es den beiden Gebäuden ermöglicht, sich unabhängig voneinander zu bewegen.

Nachdem 2013 vermutet worden war, dass eine achtlos aus dem Fenster des Altbaus geworfene Zigarette den Brand ausgelöst haben könnte, wurden die Fenster versiegelt. Sie lassen sich nun nicht mehr öffnen. Von außen ist die Fuge nicht zugänglich, ja laut Krämer nicht einmal zu erkennen. Daher geht er diesmal von einer anderen Ursache aus. Worum es sich dabei handelt, sollen Experten herausfinden, die das Klinikum hinzuzieht. Sie werden die Dehnungsfuge mithilfe einer Sonde erkunden. "Wir können uns das nicht erklären", sagt Krämer. Er sei vor allem glücklich, dass Patienten und Mitarbeiter nicht zu Schaden kamen. Die Evakuierung verlief reibungslos - erst Anfang Januar wurde ein ähnliches Szenario im Krankenhaus geübt.

Als sich im April 2013 an gleicher Stelle Rauch entwickelt hatte, mussten 19 Patienten aus der ersten Etage des Altbaus auf andere Stationen verlegt werden. kah