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Schulen
Millionen für die Eifel-Schulen

 Das St. Willibrord-Gymnasium Bitburg.
Das St. Willibrord-Gymnasium Bitburg. FOTO: klaus kimmling (kik), Klaus Kimmling
Prüm/Arzfeld/Wolsfeld. Die Landesregierung in Mainz gibt Geld frei für Brandschutz, Umbau und Erweiterung zahlreicher Einrichtungen im gesamten Kreis. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

So kann man doch ins Jahr starten: Der Eifelkreis Bitburg-Prüm erhält mehr als 2,4 Millionen Euro aus dem Schulbauprogramm des Landes. Das Geld, teilt der Eifeler Landtagsabgeordnete Nico Steinbach (SPD) mit, sei vorgesehen für Brandschutz, Umbau und Erweiterungen und jetzt freigegeben.

Einige Einrichtungen seien neu im Programm: „So profitieren in Arzfeld die Grundschule, in Prüm das Regino-Gymnasium und die Kaiser-Lothar-Realschule plus und in Wolsfeld die Grundschule von der Förderung“, sagt Steinbach.

Für Erweiterung und Umbau gehen außerdem in Bitburg 430 000 Euro ans Willibrord-Gymnasium, Das Gymnasium in Biesdorf erhält für den geplanten Umbau 95 000. In der Kreisstadt erhalten die Grund- und Realschule plus St. Matthias, die Realschule plus am Talweg und die Berufsbildende Theobald-Simon-Schule zwischen 50 000 und 100 000 Euro. Die Grundschule in Wolsfeld erhält, ebenfalls für den Brandschutz, 75 000 Euro. Und in Niederprüm gehen immerhin noch 50 000 Euro ans Vinzenz-von-Paul-Gymnasium, ebenso wie in Arzfeld (50 000 für Brandschutz und Sporthalle).

Mit den Landesmitteln verbessere man die Bedingungen für Schüler und Lehrer und leiste zugleich einen Beitrag dafür, dass die Kommunen als Träger „anstehende Bauvorhaben umsetzen können“.

Zum Beispiel an der Realschule plus in Prüm: „Wir warten ja im Grunde schon seit vielen Jahren darauf, dass wir ins ehemalige Hauptschulgebäude umziehen können“, sagt der stellvertretende Leitter Thomas Lauxen. Der Nachbarbau allerdings muss noch renoviert werden (der TV berichtete). Lauxen: „Also gehen wir davon aus, dass dieses Geld dafür verwendet wird.“ Das Gebäude benötigt unter anderem neue Toilettenanlagen – und einen verbesserten Brandschutz. Dafür gibt’s 600 000 Euro.

Auch in Wolsfeld werden die 75 000 Euro dringend gebraucht: „Das ist erforderlich, ganz klar“, sagt Dorothee Heser, die Schulleiterin. Es stehe ja nicht nur der Brandschutz an, „sondern die Schule wird grundsaniert. Und das ist dringend erforderlich.“ Beginn der Arbeiten: im April.

Das Regino-Gymnasium, das in den kommenden Jahren für etliche Millionen umgebaut werden muss (der TV berichtete) erhält, ebenfalls für seinen Brandschutz, 885 000 Euro.

Dort sehnen viele einen Baubeginn herbei: Im Obergeschoss darf bereits seit einiger Zeit nicht mehr unterrichtet werden, stattdessen sitzen viele Schüler und deren Lehrer seit drei Jahren in Containern, die den großen Schulhof säumen.

Und auch, wenn das alles dauert: Direktor Albrecht Petri ist sehr froh mit dem jetzt angekündigten Geld. „Es ist in hohem Maße erfreulich zu sehen, wie viele Institutionen, vor allem aber Menschen in Verantwortung, dazu beitragen, dass Schulen ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllen können.“ Die jetzt freigebene Summe ist längst nicht alles, was das Gymnasium – und auch die Realschule plus – in den kommenden Jahren verbauen müssen.

Insofern sei es aber gut, „dass jetzt konkrete Summen erkennbar werden, die die Planungen umzusetzen helfen“, sagt Petri.

Im aktuellen Schulbauprogramm werden landesweit 427 Projekte gefördert, wie Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) in Mainz mitteilte. Mit dem Geld werden Um- und Neubauten, Sanierungen und Brandschutzarbeiten umgesetzt.

Die Gesamt-Fördersumme ist nach Angaben des Ministerums gegenüber dem Vorjahr um zehn Millionen Euro gewachsen – auf jetzt mehr als 60 Millionen Euro. Entscheidend für eine Landesförderung über das Schulbauprogramm ist der nachgewiesene dauerhafte Bedarf für ein Projekt.