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Stadtentwicklung
Die Lesevilla sucht ein neues Zuhause

So viele Sitzplätze wie am Petersplatz gibt es neben dem Rathaus natürlich nicht. Dafür liest es sich hier derzeit entspannter – abseits vom Lärm der Bauarbeiten.
So viele Sitzplätze wie am Petersplatz gibt es neben dem Rathaus natürlich nicht. Dafür liest es sich hier derzeit entspannter – abseits vom Lärm der Bauarbeiten. FOTO: TV / Christian Altmayer
Bitburg. Eine lila Telefonzelle in Bitburg bietet Leseratten ständig wechselnde gebrauchte Bücher. Jetzt wurde die Lesevilla von ihrem alten Standort am Petersplatz vertrieben. Von Eva Schleder

Die Bagger rollen in der Bitburger Fußgängerzone seit Wochen. Nun haben sich die Arbeiter den Petersplatz vorgenommen. Die Freiburger Architektin Gisela Marta Stötzer aus Freiburg hat mit ihrem Entwurf für den Platz einen Wettbewerb der Stadt gewonnen. Der soll nun umgesetzt werden.

 Doch fällt nicht nur die Gestaltung des Petersplatzes in ihr Aufgabenfeld, sondern auch die lila Telefonzelle, die bis vor Kurzem noch dort stand.

Denn die Lesvilla ist in die Jahre gekommen, auch ein Fenster wurde kürzlich eingeschlagen. Eine Neue muss also her, finden die Bauherren von der Stadtverwaltung. Geplant ist allerdings keine Telefonzelle mehr, sondern ein moderner Bücherschrank mit Glastüren, „integriert und passend zum Petersplatz.“

Das heißt aber nicht, dass es für die alte Lesevilla in der Stadt keine Verwendung mehr gibt.

Für die Telefonzelle, die nach Angaben der Verwaltung bald repariert wird, suchen die Bitburger Buchpaten jetzt nur einen anderen Platz. Derzeit steht sie neben dem Rathaus. Das soll aber offenbar nur eine Übergangslösung sein. Die Buchpaten erhoffen sich jetzt, dass Bürger ihnen Tipps für einen geeigneten Standort geben.

Jetzt sind Ideen für einen neuen Standort gefragt! Vorschläge an: buchpaten@haus-beda.de